Bargeld Milliarden an Alt-Währungen schlummern in Deutschland

Auf der Rückseite des alten 10-Mark-Scheins war das Segelschulschiff der Deutschen Marine „Gorch Fock“ abgebildet. | © Postbank

Auf der Rückseite des alten 10-Mark-Scheins war das Segelschulschiff der Deutschen Marine „Gorch Fock“ abgebildet. Foto: Postbank

Knapp die Hälfte der europaweit versteckten Bargeld-Schätze liegt in Deutschland. Dabei hatten die Bundesbürger einen Vorsprung von mehr als einem Jahrzehnt gegenüber neueren Eurozonen-Mitgliedern wie Lettland und Litauen.

Rund ein Drittel der Gesamtsumme an alten Devisen in der Region ist inzwischen wertlos. Der Grund: Zwölf nationale Notenbanken haben ihre Münz-Umtauschprogramme aufgegeben. Diese Fristen für den Geld-Umtausch verpassten aber nicht wenige Bürger in der Eurozone.

Viele Münzen wertlos

Das gilt insbesondere für die Portugiesen: Die Notenbanken des Landes hatten bereits ab dem Ende des Jahres, in dem der Euro eingeführt wurde, keine Münzen mehr angenommen. Damit wurden 48 Prozent der noch im Umlauf befindlichen Escudos wertlos.

Kein Grund zur Eile

Und in Frankreich, Italien, Finnland und Griechenland ist auch schon die Frist für Banknoten abgelaufen. Für die Deutschen dagegen gibt es keinen Grund zur Eile. Die Bundesbank will nach eigenen Angaben unbefristet unbegrenzte Beträge an Deutscher Mark umtauschen.