BB Adamant Biotech (Lux) Auf dem Wege der Besserung

Apothekerin in den USA. Präsident Obama forderte staatliche Zuschüsse für wirksame Medikamente, um die Gesundheitskosten zu senken. (Foto: Getty Images)

Apothekerin in den USA. Präsident Obama forderte staatliche Zuschüsse für wirksame Medikamente, um die Gesundheitskosten zu senken. (Foto: Getty Images)

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Die Aktienmärkte gaben im Februar leicht nach. Der S&P 500 Index büßte -0,4 Prozent in US-Dollar ein. Der Nasdaq Biotech Index (NBI) erholte sich zwar von zwischenzeitlichen Tiefs, verlor aber dennoch insgesamt satte -4,9 Prozent in US-Dollar.

Die Konjunkturdaten gaben ebenfalls ein gemischtes Bild ab – mit einigen Lichtblicken in den USA. Die Angst vor einem Austritt des Vereinigten Königreichs aus der Europäischen Union (Brexit) stärkte den US-Dollar. Außerdem legten bereits einige Unternehmen des Biotech-Sektors gute Quartalsergebnisse vor, insbesondere diejenigen mit vermarkteten Produkten.

Zu guter Letzt legte sich der Lärm um das US-Gesundheitswesen im Vorfeld der Wahl in den USA. Präsident Obama forderte eine Initiative zur Präzisionsmedizin und staatliche Zuschüsse für sehr wirksame Medikamente, um die gesamten Gesundheitskosten zu senken.

Startschuss für klinische Versuche überzeugt

Der Konzern Ariad legte im Februar eine beachtliche Performance hin, denn die US-Zulassungsbehörde FDA gab grünes Licht für klinische Versuche zu seinem Wirkstoffkandidaten gegen Lungenkrebs. Auch Achillions Kurs stieg nach Beginn seiner Phase-I-Studie für den ersten oralen Komplementfaktor-D-Inhibitor ACH-4471 für seltene Krankheiten. Die Firma Incyte erholte sich, nachdem sie im Februar den Abbruch seiner Phase-III-Studie zu Ruxolitinib gegen solide Tumoren verkündet hatte. Des Weiteren schloss Biomarin angesichts solider Quartalszahlen und eines vielversprechenden Ausblicks fester.

Unternehmerische Fortschritte kein Garant für Kursgewinne

PTC Therapeutics musste dagegen Verluste hinnehmen, weil die FDA den Zulassungsantrag für seinen Wirkstoff Translarna bei Duchennscher Muskeldystrophie abgelehnt hat. Überraschende Einbußen mussten die Firmen Macrogenics, Nektar und Prothena einstecken, die allesamt im Februar positive Meldungen verkünden konnten.

So fiel der Kurs von Macrogenics beispielsweise, obwohl der Konzern gute Fortschritte für seine mittlerweile acht Programme in der klinischen Entwicklungsphase vermeldete. Nektar schloss ebenfalls schwächer, obwohl Partner Baxalta die Zulassung für die erweiterte Anwendung eines Wirkstoffes bei pädiatrischen Patienten eingereicht hat. Und die auf Immuntherapie spezialisierte Prothena schwächelte trotz erfreulicher unternehmerischer Fortschritte.