BB Adamant Biotech (Lux) Entwicklung von Zika-Impfstoff sorgt für Kursgewinne

Christian Lach, Portfoliomanager des BB Adamant Biotech (Lux)

Christian Lach, Portfoliomanager des BB Adamant Biotech (Lux)

// //

Die Aktienmärkte waren im Januar schwach. Der S&P 500 Index büßte -5,07 Prozent in US-Dollar ein. Der Nasdaq Biotech Index (NBI) erlebte mit einem Verlust von -21,01 Prozent in US-Dollar den drittschlechtesten Monat seiner Geschichte.

Hauptgrund waren Befürchtungen einer globalen Konjunktureintrübung. Fallende Ölpreise und Äußerungen der Zentralbanken standen im Mittelpunkt. Die Bank of Japan überraschte mit der Senkung ihrer Zinsen auf -0,1 Prozent. Chinas Zentralbank trug zwar mit ihrer Ankündigung vermehrter Offenmarktgeschäfte bis Ende Februar zur Beruhigung bei. Dagegen gab die US-Notenbank nicht die gewünschte Orientierungshilfe, die einige Marktteilnehmer erwartet hatten.

Preisgestaltung im Gesundheitswesen großes Thema im US-Wahljahr

Innerhalb des Biotech-Sektors löste die größte Investorenkonferenz im Healthcare-Bereich, die JP Morgan Konferenz, nicht die erwartete Erholung aus. Letztendlich stellte fast jede Meldung einen Grund zum Verkauf dar. Im Wahljahr bereitet vor allem die Preisgestaltung im Gesundheitswesen Konzernen und Investoren Sorge. Tatsache ist, dass die Unternehmen wieder attraktiv bewertet sind und neben vielversprechenden klinischen Fortschritten auch solides Wachstum erzielen.

Eine beachtliche Performance leistete im Januar Affymetrix, dessen Kurs nach Bekanntgabe seiner Übernahme durch Thermo Fisher für etwa 1,3 Milliarden US-Dollar stieg. Das entspricht einer Prämie von 45 Prozent. Des Weiteren schloss das Unternehmen Ligand nach Lizensierung seiner Antikörper-Technologieplattform OmniAb an Emergent Biosolutions fester. Auch Inovio legte zu. Dies lag an der Stärkung seines klinischen Entwicklungsteams und Vereinbarung einer weiteren Kooperation mit GeneOne für die Entwicklung eines Zika-Impfstoffs. Außerdem erholte sich der Konzern Mylan nach Unterzeichnung eines Entwicklungsvertrags für Biosimilars mit Momenta.

Negative Ergebnisse verbuchte beispielsweise das Unternehmen Halozyme. Es büßte trotz klinischer Fortschritte bei Abbots Humira-Nachfolger, für dessen Entwicklung Halozymes Technologie zum Einsatz kommt, an Wert ein. Auch Ionis gab nach. Das geschah ungeachtet guter klinischer Fortschritte bei Nusinersen zur Behandlung von Kindern mit spinaler Muskelatrophie (SPM) und regulatorischer Fortschritte bei IONIS-HTT gegen die Huntington-Krankheit. Celldex und Achillion waren ohne weitere Meldungen schwach.