BB Adamant Biotech „Wir erwarten ein erfreuliches Jahresende“

Diabeteskranke und Helfer bei einem „Schlag Diabetes“-Marsch zur Sensibilisierung für Diabetes in Bangalore, Indien. Mit der Entwicklung neuer Präparate zur Behandlung dieser Krankheit steigern Pharmaunternehmen ihre Gewinne | © Getty Images

Diabeteskranke und Helfer bei einem „Schlag Diabetes“-Marsch zur Sensibilisierung für Diabetes in Bangalore, Indien. Mit der Entwicklung neuer Präparate zur Behandlung dieser Krankheit steigern Pharmaunternehmen ihre Gewinne Foto: Getty Images

Der Börsenmonat Oktober schloss freundlich, die Stimmung an den Märkten war positiv: Die Wirtschaftsdaten waren gut und auch die Quartalszahlen wurden  erfreulich aufgenommen. Hinzu kamen die Zentralbanken, die an ihrer wirtschaftsfördernden Politik festhielten. Der S&P 500 Index legte um 2,1 Prozent in US-Dollar zu.

Der Biotech-Sektor kämpfte dagegen mit Kursstürzen: Der Nasdaq Biotech Index (NBI) verlor 5,8 Prozent (in US-Dollar) und auch der BB Adamant Biotech-Fonds schloss mit einem Minus von 5,9 Prozent (US-Dollar / B-Anteile).

Große Unternehmen abgestraft

Besonders die großen Unternehmen im Biotech-Sektor wurden abgestraft, nachdem sie die Quartalszahlen veröffentlicht haben. Zu ehrgeizig waren die Erwartungen, zu groß die Zukunftsangst vieler Investoren. Trotz niedriger Sektorbewertung fand ein Ausverkauf statt. Besonders der US-amerikanische Pharmahersteller Celgene kam unter Druck: Das Medikament „Mongersen“ zur Behandlung der entzündlichen Autoimmunerkrankung des Darms Morbus Crohn enttäuschte – die Firma musste ihre Langfristziele leicht nach unten anpassen.

Auch andere Unternehmen leisteten negative Beiträge zur Fondsperformance. Das niederländische Arzneimitteilunternehmen Mylan verlor Kurspunkte, nachdem es vom Generalstaatsanwalt des US-Bundesstaats Connecticut der Preisabsprachen angeklagt wurde.  Die geplante Übernahme der Gentherapiefirma Dimension Therapeutics schwächte den Biopharmazeuten Ultragenyx.

Damit war der Oktober für Biotech erneut ein Börsenmonat mit unterdurchschnittlicher Performance.

Dezember dürfte erfreuen

Eine erfreulichere Leistung dürften dagegen die letzten beiden Monate des Jahres bringen, wie wir dies auch in den Vorjahren beobachten konnten. Denn: Im November und Dezember finden viele klinische Konferenzen statt. Diese sorgen für einen starken Nachrichtenfluss, der der Branche Auftrieb verleiht.

Hinzu kommt, dass bei weitem nicht alle Unternehmen unseres Portfolios den Monat Oktober mit Verlusten schlossen. Gute Beiträge leistete etwa der Biopharmazeut Poxel, der sich gegenwärtig auf die Behandlung von Diabetes des Typs II fokussiert. Die Firma profitierte von der neuen Partnerschaft mit dem Pharma-Unternehmen Sumitomo Dainippon für sein Diabetesprodukt Imeglimin in Japan. Auch Ionis Pharmaceuticals erstarkte, nachdem sein von Biogen vermarktetes Antisense-Produkt Spinraza zur Behandlung von Krankheiten durch gezielte Genabschaltung klinische Fortschritte erzielte. Die Firma Macrogenics legte dank der neuen Kooperation mit dem US-Pharmaunternehmen Incyte für die Rechte seines PD-1-Antikörpers zur Immuntherapie bei Krebserkrankungen ebenfalls, während der Krebsmittenentwickler Cellectis von der steigenden Wahrnehmung seines CAR-T-Programms profitierte.

Ungeachtet der Kurskorrektur stehen wir dem Biotech-Sektor positiv gegenüber. Denn: Die Fundamentaldaten bleiben stark und Bewertungen attraktiv – im Large-Cap-Bereich beträgt das Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) für das Jahr 2018 15 bei einem Kurs/Gewinn-Wachstumsverhältnis (Englisch: Price Earnings to Growth, PEG) von 0,9. Unsere Portfoliounternehmen erarbeiten Pipeline-Kandidaten oder Technologien, die zur Entwicklung neuartiger Therapeutika verwendet werden können. Der BB Adamant Biotech (Lux) Fonds ist gut aufgestellt, um von für 2018 erwarteten Meilensteinen zu profitieren. Das regulatorische und politische Umfeld begünstigt die Innovation der Biotech-Branche weiterhin, während die Preisängste in den Hintergrund treten. Weitere Übernahmen und Fusionen werden erwartet.