BB Adamant Medtech & Services Marktschwankungen zum Trotz

Eine Wissenschaftlerin bereitet Gewebeproben für eine Untersuchung unter dem Mikroskop vor. | © Getty Images

Eine Wissenschaftlerin bereitet Gewebeproben für eine Untersuchung unter dem Mikroskop vor. Foto: Getty Images

Im Berichtsmonat Oktober entwickelten sich die globalen Aktienmärkte seitwärts. Der breite Aktienmarkt (MSCI World Net) schloss mit einem Zuwachs von 0,4 Prozent leicht positiv. Auf Länderebene war das Bild uneinheitlich: Während der deutsche Aktienindex (Dax) 1,5 Prozent zulegte, verzeichnete der Swiss Performance Index (SPI) einen Wertverlust von 2,9 Prozent (alle Werte in Euro). Auch der Medizintechniksektor (MSCI Healthcare Equipment & Supplies in Euro) schloss mit einem Minus von 3,9 Prozent tiefer, genauso wie der BB Adamant Medtech & Services (Lux), der mit einem Verlust von fünf Prozent seine Benchmark nicht übertreffen konnte.

Grundsätzlich erfreulich

Das dritte Quartal des Jahres war von großen Kursausschlägen gekennzeichnet. Grundsätzlich erfreulich war die Bestätigung, dass die großen Medizintechnikabsatzmärkte wie Orthopädie und Kardiologie in unverändert guter Verfassung sind. Jedoch beeinflussten auffällig viele unternehmensspezifische Sonderfaktoren die Werte. So hatte der US-amerikanische Implantathersteller ZimmerBiomet mit Logistikproblemen zu kämpfen und verlor 18,9 Prozent. Edwards Lifesciences hat den Verkauf in Frankreich gestoppt und sank um 21 Prozent.

Trotzdem konnten die Unternehmen ihre Gewinnziele auch „unter erschwerten Bedingungen“ erreichen, was einmal mehr die Ertragskraft des Sektors bestätigte. Selbst die Aktienkurse von Unternehmen mit hervorragenden Resultaten zeigten nur bescheidene Kursreaktionen. So blieb der Kurs des Pharmazie- und Medtech-Herstellers Baxter auf gleichem Niveau, während das auf Onkologie, Gefäßerkrankungen und Urologie spezialisierte Unternehmen C.R. Bard 3,3 Prozent verlor. Ebenso verhielt es sich mit den Medizingeräteherstellern Stryker und Boston Scientific, die 0,9 beziehungsweise 7,6 Prozent sanken.

Einstieg: Jetzt

Die hohen Investorenerwartungen und die starke übers Jahr erzielte Wertentwicklung lösten Gewinnmitnahmen aus. Anleger sollten jetzt zugreifen: Die sektorspezifischen Trends sind auch weiterhin nachhaltig positiv, die Erwartungen der Investoren haben sich normalisiert und die Kurse sind momentan tief. Das organische Umsatzwachstum hat sich 2016 auf dem Niveau von fünf bis sechs Prozent eingependelt – eine nachhaltige Basiswachstumsrate.