BB Adamant Medtech & Services „Versicherer überzeugen, Krankenhäuser enttäuschen“

Indikator-Proteine, die von Tabakblättern gebildet wurden, glühen unter ultraviolettem Licht. Diese sollen bei der Herstellung von Antikörpern für das Ebola-Virus verwendet werden. | © Getty Images

Indikator-Proteine, die von Tabakblättern gebildet wurden, glühen unter ultraviolettem Licht. Diese sollen bei der Herstellung von Antikörpern für das Ebola-Virus verwendet werden. Foto: Getty Images

Im Berichtsmonat Juli standen die globalen Aktienmärkte unter dem Einfluss von starken Währungsschwankungen. Der breite Aktienmarkt (MSCI World Net) schloss zum Monatsende mit einem Minus von 1,1 Prozent leicht negativ. So erging es auch dem deutschen Aktienindex Dax, der ein Minus von 1,7 Prozent verzeichnete und dem Schweizer Leistungsindex SPI, der am Monatsende bei einem Minus von 2,4 Prozent lag.

Diesem Abwärtstrend konnte sich auch der Medizintechniksektor nicht entziehen: Der Medizintechnikindex MSCI Healthcare Equipment & Supplies fiel um 4,1 Prozent (alle Werte in Euro). Die starke Aufwertung des Euro gegenüber dem US-Dollar – der Europreis stieg um 3,6 Prozent – hat den Sektor belastet. In anderen Währungen waren die Verluste allerdings nicht so hoch: In Schweizer Franken schloss der Medizintechniksektor nahezu unverändert mit einem Minus von 0,1 Prozent,  in US–Dollar verzeichnete der Sektor einen Verlust von 0,8 Prozent.

Der BB Adamant Medtech & Services (Lux) verlor 4,4 Prozent in Euro / B-Anteilen und 0,4 Prozent in Schweizer Franken / B-Anteilen. ) Damit lag entwickelte sich seine Performance parallel zu seiner Benchmark. Die Berichterstattung über die Ergebnisse des zweiten Quartals hat unsere Markteinschätzung bestätigt. Die Medizintechnikunternehmen zeigten gute Ergebnisse, welche die Aktienkurse aber nach der hervorragenden Performance aus dem ersten Halbjahr nicht weiter beflügeln konnten.

Sie bilden aber eine ausgezeichnete Ausgangslage für das zweite Halbjahr 2017. Die Absatzmärkte entwickeln sich nach Plan und zeigen ein starkes Wachstum. Zudem stimmen uns zahlreiche Faktoren optimistisch: Der US-Dollar hat seit Jahresbeginn gegenüber dem Euro 11,2 Prozent verloren. Hinzu kommt die tiefe Vergleichsbasis, denn die Resultate aus dem dritten Quartal 2016 waren enttäuschend.  Obendrein sind die Fusions- und Übernahmeaktivitäten auch weiterhin hoch.. Im Bereich der Dienstleister überzeugten die Versicherer mit exzellenter Ertragskraft, während die Krankenhäuser wie erwartet enttäuschten.