BB African Opportunities Chancen für risikoaffine Entdecker

Weinbau bei Stellenbosch, rund 60 km von Kapstadt entfernt: Die Wirtschaft Südafrikas zählt neben der von Nigeria und Ägypten zu den leistungsstärksten auf dem afrikanischen Kontinent. | © Getty Images

Weinbau bei Stellenbosch, rund 60 km von Kapstadt entfernt: Die Wirtschaft Südafrikas zählt neben der von Nigeria und Ägypten zu den leistungsstärksten auf dem afrikanischen Kontinent. Foto: Getty Images

Seit Auflage des BB African Opportunities (ISIN: LU0433847240) am 30. Juni 2009 hat sich der Wert der Anteile um 42,38 Prozent gesteigert. Zum Vergleich: Die Benchmark DJ African Titans 50 hat sich seither nur um 30.39 Prozent erhöht. Investiert ist der Fonds vorrangig in Ägypten (24,4 Prozent), Marokko (22,5 Prozent) und Südafrika (17,6 Prozent).

Der Fonds investiert vorwiegend in börsennotierte Unternehmen in den aufstrebenden Ländern Afrikas. Es sind dies insbesondere Länder Nordafrikas und der Sub-Sahara, die von zunehmendem Strukturwandel, Wirtschaftsreformen, Infrastrukturinvestitionen und von hohen Rohstoffvorkommen profitieren und noch weitgehend unerschlossene Anlagepotenziale eröffnen. Der Fonds investiert aber auch in attraktive Anlageopportunitäten in Südafrika.

Erfahrene Schwellenländer-Spezialisten, die mitunter selbst aus der Region stammen, fokussieren auf profitable groß-und mittelkapitalisierte Unternehmen, die von der starken Wachstumsdynamik der Region in besonderem Maße profitieren. Mittels eines fundamentalen bottom-up- und top-down-Ansatzes wählen die Spezialisten die attraktivsten Unternehmen aus und konstruieren aus 50 bis 70 Titeln ein über Länder und Sektoren breit diversifiziertes Portfolio.

Wie das Fonds-Management berichtet, kommt die konjunkturelle Entwicklung weiter voran. In Ägypten hellt sich die wirtschaftliche Lage weiter auf. Das Handelsbilanzdefizit ging im ersten Quartal 2017 um 46 Prozent im Vorjahresvergleich zurück. Der Haushalt für das Jahr 17/18 dürfte zum ersten Mal seit zehn Jahren einen primären Überschuss aufweisen. Die Inflation hat den höchsten Stand seit Jahren erreicht, aber der Höhepunkt scheint überschritten. Bei zahlreichen Börsengängen und Platzierungen großer Aktienblöcke in Ägypten hat das Fonds-Management jedoch auf eine Beteiligung verzichtet, weil die Bewertungen eine rasche Erholung der Kaufkraft und eine schnelle Normalisierung des gesamtwirtschaftlichen Umfelds einpreisen. Die Analysten gehen davon aus, dass die Reformen noch etwas Zeit zur Entfaltung brauchen.

Der marokkanische Markt rückte im April im Vormonatsvergleich in Landeswährung gerechnet um 2,3 Prozent vor. Die Zinsen im Inland liegen nach wie vor deutlich unter den Dividendenrenditen und stützen damit das Aufwärtspotenzial von Aktien.

Südafrika entwickelte sich erfreulich, wenngleich deren auf US-Dollar lautende Staatsanleihen auf Ramschniveau herabgestuft wurden. In Lokalwährung legte der Aktienmarkt um 3,4 Prozent zu. Der FX-Kurs beendete den April nach Schwankungen nahezu unverändert. Das Land  profitiert von der großen Risikobereitschaft der Anleger und verzeichnete im März und April Nettokapitalzuflüsse aus dem Ausland in Höhe von 2,8 Milliarden US-Dollar. Die lockere Geldpolitik scheint die politischen Risiken des Konflikts innerhalb der Regierungspartei ANC zu neutralisieren.

Der Fonds hat das Ziel, für seine Anleger ein langfristig attraktives und kompetitives Kapitalwachstum zu erwirtschaften. Er eignet sich daher besonders für Investoren mit einem Anlagehorizont von mindestens 5 bis 7 Jahren, die ihr Portfolio durch Anlagen in Aktien in aufstrebenden Schwellenländern diversifizieren wollen.