BB African Opportunities Reformen in Ägypten zeigen Wirkung

Autofahrer vor einer Tankstelle in Kairo. Die ägyptische Regierung hat im Zuge ihrer Reformen die Kraftstoffpreise angehoben, um den Anstieg ihrer Subventionskosten zu verringern. | © Getty Images

Autofahrer vor einer Tankstelle in Kairo. Die ägyptische Regierung hat im Zuge ihrer Reformen die Kraftstoffpreise angehoben, um den Anstieg ihrer Subventionskosten zu verringern. Foto: Getty Images

Reformen in Ägypten

Die ägyptische Regierung hat starken Willen gezeigt und radikale Reformen durchgeführt: Die Zentralbank Ägyptens (CBE) überraschte im November mit einer vollständigen Aufhebung der Kopplung des Ägyptischen Pfund (EGP) an den US-Dollar und hob zusätzlich die Zinssätze um 300 Basispunkte an. Mit ihrem kompromisslosen geldpolitischen Ansatz verlieh sie der Währungsfreigabe zusätzliche Glaubwürdigkeit. Quellen der CBE zufolge zogen Handelsbanken nach dieser Maßnahme rund 4,7 Milliarden US-Dollar an Devisenliquidität an. Um den Schwarzmarkt für Devisen auszutrocknen, wurden Importbeschränkungen für nicht lebensnotwendige Güter aufgehoben.

Die Wechselkursreform ging jedoch im November mit einer massiven Abwertung des EGP gegenüber dem US-Dollar einher. Die ägyptische Währung verlor dabei über 50 Prozent. Die Regierung hob zudem die Kraftstoffpreise an, um den Anstieg ihrer Subventionskosten zu verringern. Der IWF zeigte sich zufrieden, bewilligte das Hilfspaket in Höhe von zwölf Milliarden US-Dollar und zahlte die erste Tranche über 2,75 Milliarden US-Dollar aus. Der ägyptische Wertpapierindex EGX 30 erholte sich dank starker Handelsaktivitäten kräftig und legte 36,6 Prozent zu.

Wachsendes Risiko im Anlageumfeld

Nigerias Wirtschaft befindet sich weiterhin in einem desolaten Zustand. Das BIP ging im dritten Quartal 2016 um 2,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahr zurück und der Nordosten des Landes leidet unter Nahrungsmangel. Eine klare Wirtschaftspolitik ist nicht erkennbar. Weitere Kapitalkontrollen sind im Gespräch, haben aber bisher ebenfalls keine Wirkung gezeigt. Der Devisenmarkt unterliegt immer noch Verzerrungen und die angegebenen Wechselkurse zur Kursbewertung sind recht willkürlich.

Die Verlangsamung der Kreditvergabe in Kenia beschleunigte sich nach der Einführung von Zinscaps, was sich negativ auf das Bankensystem und das künftige BIP-Wachstum auswirken dürfte. Eine wachsende Diskrepanz zwischen Bottom-up-Perspektive und Top-down-Daten und –Erwartungen ist zunehmend spürbar. Ferner ergreift die Regierung aggressive Maßnahmen zur Schließung der Finanzierungslücke – dadurch nimmt das Risiko im Anlageumfeld zu. Im Zuge dieser Schritte büßten kenianische Aktien büßten 0,3 Prozent ein, der Wechselkurs des Kenianischen Schilling (KES) stieg im Verhältnis zum US-Dollar an.

Südafrikas Finanzmärkte werden weiterhin durch die politische Unsicherheit in Bezug auf die Präsidentschaft von Jacob Zuma und die steigenden Renditen von US-Staatsanleihen bestimmt. Bemerkenswert ist, dass die Märkte dies angesichts der Abflüsse von ausländischem Kapital besser als erwartet überstanden haben. Der Markt gab 0,75 Prozent nach, der Südafrikanische Rand wertete 4,1 Prozent ab.

Anlageumfeld hellt sich auf

Dank unserer Ägypten-Strategie hat der Fonds den Abwertungsschock fast unbeschadet überstanden. Wir erhöhten unser dortiges Engagement nach der Abwertung, um von der anschließenden Rally zu profitieren. Wir werden unsere Positionen in dem Land schrittweise aufstocken, da die Wirtschaft erforderliche Anpassungen vornimmt und sich das Anlageumfeld weiter aufhellt.

Kenia stehen wir vorsichtig gegenüber und reduzierten unser kurzfristiges Risiko, bleiben jedoch zuversichtlich, dass die Regierung ihre politischen Fehler nach den Wahlen ausmerzt. Wir erhöhten unser Engagement in Rohstoffen aus taktischen Gründen, um von der Dynamik bei Kupfer und Erdöl zu profitieren.