BB Entrepreneur Europe Aktien Europa: Eigentümergeführte Unternehmen für Performance-Kicks

Birgitte Olsen, Fondsmanagerin BB Entrepreneur Europe

Birgitte Olsen, Fondsmanagerin BB Entrepreneur Europe

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Nach der Januar-Korrektur zogen die Aktienmärkte im Februar wieder kräftig an. Der Stoxx Europe 600 TR schloss fünf Prozent fester, wodurch die Performance seit Jahresbeginn auf 3,3 Prozent steigt. Die US-Makrodaten fielen eher schwach aus. So blieben Einzelhandelsumsätze und Verbrauchervertrauen im Februar hinter den Erwartungen zurück. Der schwache Start ins laufende Jahr wird den ungünstigen Witterungsbedingungen in den USA und Europa zugeschrieben. Die Verlangsamung der Wirtschaft dürfte im weiteren Jahresverlauf aber wieder ausgeglichen werden, sodass der positive Ausblick intakt bleibt.

Eurozone ist Wachstumszone

Das Hauptaugenmerk richtet sich zurzeit auf die Deflationsdebatte in Europa und die Frage, ob oder wann sich die EZB hierdurch veranlasst sieht, quantitative Lockerungsmaßnahmen einzuführen. Die Diskussion an sich reicht scheinbar bereits für eine positive Beeinflussung der Anlegerstimmung und eine Fortsetzung des positiven Markttrends aus.

Begrüßenswert sind auch die für das vierte Quartal 2013 veröffentlichten Bruttoinlandsprodukt-Zahlen der Eurozone, die ein Wachstum gegenüber dem Vorquartal von 1,1 Prozent dokumentieren. Wenig überraschend schnitten in diesem Umfeld zyklische Sektoren besser ab. Die stärksten Performancesteigerungen verzeichneten die Sektoren Bau, Automobil und Freizeit. Was den Anlagestil betrifft, lagen Qualitätstitel (Low Leverage) nach wie vor nicht in der Gunst der Investoren.

Benchmark getoppt

Der Fonds legte im Februar 6,9 Prozent (EUR / B-Anteile) zu und toppte die Benchmark um 191 Basispunkte. Die größten Beiträge brachten Hikma (19,4 Prozent), Sonae (11,5 Prozent) und Gerry Weber (10,9 Prozent). Die größten relativen Ausreißer nach unten waren Ipsos (minus 2,8 Prozent), JC Decaux (1,1 Prozent) und Elringklinger (0,5 Prozent). Weiter ausgebaut haben wir unsere Positionen in Holcim, Tecnicas Reunidas und Orpea. Gerry Weber wurde nach einem guten Lauf reduziert. Gleiches gilt für SAP, das nun nicht mehr zu unseren Top 10 zählt.

Im Autosektor trennten wir uns von unserer restlichen Position in Pirelli, die lange Zeit einer unserer Favoriten war. Spekulationen über die langfristigen Eigentumsverhältnisse, die sich zwar als positiver Impulsgeber der jüngsten Kursperformance erwiesen, mindern die unternehmerische Qualität des Titels. Wir stehen dem Thema Reifen weiterhin positiv gegenüber, bevorzugen jedoch Continental und Bekaert.

Positionierung und Ausblick

Die noch laufende Berichtssaison ließ noch keinen Aufwärtstrend bei den Gewinnrevisionen erkennen, ganz im Gegenteil lösten die negativen Entwicklungen an den Devisenmärkten in den Schwellenländern weitere Abwärtskorrekturen aus. Im Gespräch mit Unternehmen erfahren wir aber konstruktive, positive Signale. Der Ausblick für 2014 fällt meist konservativ aus, wobei positivere Wachstumsszenarien denkbar sind, was über den operativen Hebel das Gewinnwachstum nach oben schnellen lassen würde.

Wir spüren, dass Unternehmen sich für weiteres Wachstum positionieren wollen und M&A-Aktivitäten sowie Investitionen wieder höher auf der Agenda stehen. Wir halten deshalb an der zyklischen Ausrichtung des Portfolios fest. Die erfolgte Repositionierung des Portfolios und unsere neuen Ideen wirken sich bereits seit mehreren Monaten positiv auf die Wertentwicklung des Fonds aus.

Über die Fonds-Strategie

Der Fonds investiert in börsennotierte eigentümergeführte Unternehmen in Europa, welche von einem Unternehmer oder einer Unternehmerfamilie mit mindestens 20 Prozent der Stimmrechtsanteile kontrolliert und maßgeblich beeinflusst werden. Die Eigenschaften solcher Unternehmen – fokussiertes Geschäftsmodell, kurze Entscheidungswege, nachhaltige Geschäftspolitik und starke Unternehmerkultur – führen zu Innovationseffizienz, hoher Produktqualität sowie starker Kundenbindung und sie wirken sich nachweislich positiv auf den Aktienkurs aus.

Das in diesem Anlagesegment erfahrene und in Unternehmerkreisen breit vernetzte Management-Team identifiziert mittels eines fundamentalen Bottom-up-Ansatzes die attraktivsten eigentümergeführten Unternehmen mit mittlerer als auch großer Marktkapitalisierung und konstruiert aus 30 bis 40 Titeln ein über Länder und Sektoren diversifiziertes Portfolio.