BB Global Macro Fonds „Rendite in jedem Marktumfeld“

Sonnenschein an der New Yorker Börse. Die USA haben derzeit die größte Position im BB Global Macro. (Foto: Getty Images)

Sonnenschein an der New Yorker Börse. Die USA haben derzeit die größte Position im BB Global Macro. (Foto: Getty Images)

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Das einzig Beständige am Kapitalmarkt scheint derzeit die Veränderung zu sein. Noch zu Beginn dieses Jahres spielten die Märkte die Möglichkeit einer globalen Rezession durch. Darauf folgte eine Periode der Erholung, nur um dann Ende Juni durch das Brexit-Votum in Großbritannien erneut in heftige Turbulenzen zu geraten.

„Die Gefahr, dass wir solche schnellen Marktveränderungen mit Perioden heftiger Kursausschläge weiter sehen werden, ist unvermindert hoch“, sagt Lucio Soso, Fondsmanager bei Bellevue Asset Management. „Damit Zinsanlagen aber kaum noch etwas zu verdienen ist und immer mehr sichere Staatsanleihen sogar negative Renditen bringen, braucht es Alternativen.“

Volatilität wird über Korrelationen gesteuert

Anleger kommen daher nicht darum herum, über Multi-Asset-Strategien nachzudenken, die in jedem Marktumfeld die Chance auf eine Rendite bieten. Ein Fonds, der dies zum Ziel hat, ist der von Soso verwaltete BB Global Macro. Soso und seine Kollegen streben im Schnitt eine jährliche Rendite zwischen 5 und 7 Prozent bei einer Sharpe Ratio von etwa 1 an. Mit einer annualisierten Rendite von 8 Prozent über drei Jahre konnte das Team das Ziel sogar leicht übertreffen, und dies bei einer Volatilität von 5,8 Prozent per annum, was einer Sharpe Ratio von 1,3 entspricht.

Grundlage der Ergebnisse sind Investmentszenarien, die das Management-Team festlegt und wöchentlich überprüft. Darauf aufbauend und mit einer neutralen Positionierung aus 25 Prozent Aktien und 75 Prozent Anleihen konstruieren sie das Portfolio.

„Auf Basis des neutralen Portfolios und des gleichzeitigen Einsatzes eines Leverage von 20 bis 50 Prozent sollen rund zwei Drittel der angestrebten Performance erreicht werden“, erklärt Co-Managerin Jaecklin. „Diesen Leverage setzen wir aber nur bei sehr liquiden Anlagen wie Staatsanleihen ein.“ Weitere 1 bis 2 Prozentpunkte erzielen die Experten über die Auswahl der richtigen Märkte. „Dies basiert auf einer quantitativen und qualitativen Analyse der Anlageklassen“, erklärt Soso, wobei er derzeit Aktien und Anleihen bevorzugt. „Zudem achten wir bei der Auswahl auf die Korrelation untereinander, um die Volatilität des Fonds im Griff zu behalten.“

Medizin- und Rohstoffsektor bevorzugt

Die Investments erfolgen, außer bei Unternehmensanleihen, über Futures. „So haben wir ein sehr liquides Portfolio“, sagt Soso. Nach der starken Bond-Rallye im Anschluss des Brexit-Entscheids wurde die Allokation im Bondsegment temporär deutlich reduziert und gegenüber der neutralen Positionierung untergewichtet.

Aktuell weist der Fonds in US-Staatsanleihen ein Gewicht von etwa 14 Prozent auf. Dazu kommen rund 13 Prozent in italienischen Staatsanleihen und 15 Prozent in Corporate und Emerging Market Bonds. Mit rund 29 Prozent verteilt sich das Aktienexposure hauptsächlich auf europäische und japanische Aktien. Auf Sektor-Ebene bevorzugt das Management-Team Medizin- und Rohstoffaktien. Dazu kann das Team in einzelnen Märkten auf sinkende Kurse setzen. „Wir machen das in der Regel aber nur, um die Volatilität zu reduzieren und so das Portfolio zu stabilisieren“, erklärt Jaecklin.

Die verfolgte Strategie scheint beim BB Global Macro in den vergangenen Jahren gut funktioniert zu haben. Womit Soso und sein Team trotz niedriger Zinsen und stark schwankender Aktienmärkte nicht zu viel versprochen haben.