BdV-Chef Die Lebensversicherung liegt im Sterben

BdV-Chef Axel Kleinlein

BdV-Chef Axel Kleinlein

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Die traditionelle Lebensversicherung liegt im Sterben. Das sage nicht nur ich, sondern das war eine vermeintlich provokative These eines Analysten von EY auf einer internationalen Konferenz letzte Woche. Interessiert das die Versicherer? Nicht wirklich. 

Sogar die beiden Vertreter von AXA und Allianz haben nicht die Mine verzogen, als der Analyst erklärte, dass das Kerngeschäft dieser Konzerne im Sterben liege.

Zugegeben, die beiden Konzernvertreter kamen aus den jeweiligen Investmentgesellschaften. Aber zumindest im Publikum outete sich dann doch noch jemand, als zugehörig zur Versicherung des einen Versicherungskonzerns. Aber auch von ihm keine Gegenargumentation. Die traditionelle Lebensversicherung liegt also unbestritten im Sterben.

Das Siechen der Lebensversicherung - ein Randthema

Auf der internationalen Konferenz „WorldPensionSummit 2015“, die sich, wie der Name schon sagt, um Pensionen und Altersvorsorge kümmert, war das Siechen der traditionellen Lebensversicherung aber nur ein Randthema. Vertreter der traditionellen Lebensversicherung waren kaum zugegen. Kaum eine Diskussion bei der sich mal jemand für die Versicherer stark gemacht hätte.

Zugegeben, auch der Verbraucherschutz war nur schwach vertreten (nur durch einen Teilnehmer und der schreibt jetzt gerade). Aber immerhin ist es mir bei meinem Auftritt gelungen, darauf hinzuweisen, dass es bei Pensionen nicht nur auf das Sparen ankommt, sondern auch auf die Auszahlphase. Und dass es bei einer Pension nicht nur auf die Rendite ankommt, sondern auch darauf, dass das Gesamtprodukt funktioniert und glaubwürdig ist: „Trust ist the word“, auf das Vertrauen kommt es an. Das habe ich gesagt und andere haben es dann auch aufgegriffen.