Berater-Umfrage: Beratungsprotokoll nützlich, Produktinformationsblatt weniger

Quelle: Fotolia

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Who Finance befragte rund 200 auf dem Portal gelistete Berater nach ihrer Meinung zum Anlegerschutz. An der Spitze mit 97 Prozent Zustimmung landete eine bessere Qualifikation des Beraters. Doch auch der Kunde könnte nach Ansicht der Berater mehr Wissen in ein Beratungsgespräch mitbringen. Eine bessere Qualifikation der Kunden halten 78 Prozent für sinnvoll. An dritter Stelle folgt das Beratungsprotokoll, dass 75 Prozent der befragten Berater für wichtig bis äußerst wichtig halten.

Eine strengere Regulierung der Berater befürworten immerhin 65 Prozent, eine strengere Regulierung der Produkte 60 Prozent. Weniger wichtig werden das Produktinformationsblatt (47 Prozent), die zeitweise diskutierte Risikoampel (45 Prozent) und die Honorarberatung als Ersatz für provisionsbasierte Vergütungsmodelle (38 Prozent) beurteilt.

Weder Baisse noch Hausse

Who Finance fragte zudem, wie Berater die aktuellen Risiken an den Märkten einschätzen. 64 Prozent halten ein fortwährendes Schlingern der Aktienmärkte in den nächsten 3 Jahren für „äußerst wahrscheinlich“ oder zumindest „wahrscheinlich“.

Die Mehrheit der befragten Experten empfiehlt daher alternative Anlageklassen. 61 Prozent setzen bei Rohstoffe auf eine Kaufempfehlung, 51 Prozent bei Immobilien und 43 Prozent empfehlen Anleihen. Aktien stoßen nur bei 32 Prozent auf Zuspruch, 49 Prozent empfehlen die Aktien zu halten und 18 Prozent plädieren für verkaufen. Bei Währungen hingegen raten 36 Prozent der Berater zum Verkauf, 44 Prozent empfehlen halten.

Asien im Trend

Bei den Anlageregionen, die Berater für die nächsten 12 Monate empfehlen, stehen Indien (63 Prozent raten zum Kauf), China (57 Prozent), Südostasien (56 Prozent) und Südamerika (49 Prozent) hoch im Kurs.

Europa kommt aufgrund von Schuldenkrise und unklaren Konjunkturaussichten schlechter weg: 32 Prozent der befragten Berater würden Anteilscheine von Unternehmen aus dem Euroraum verkaufen, 48 Prozent plädieren für halten und nur 18 Prozent würden die Anlageregion der Währungsunion derzeit ihren Kunden empfehlen.

Auch die Anlageregion Deutschland wird unterschiedlich beurteilt: 30 Prozent der Berater raten zum Kauf, demgegenüber setzen 17 Prozent auf Verkauf und 51 Prozent auf Halten.