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08.04.2009 17:28
Rubrik: Berater

Honorarberater wollen mit eigenem Berufsbild voransegeln

Quelle: Fotolia

Eine neu gegründete Initiative will den Honorarberatern ein einheitliches und eigenständiges Berufsbild verschaffen. Auf einem Gipfeltreffen in Berlin wurden Lösungswege diskutiert.

Die „Initiative der qualifizierten und unabhängigen Honorarberater für mehr Transparenz in der Finanzberatung und -vermittlung“ hatte sich im Rahmen der vom Bundesverbraucherschutzministerium (BMELV) unternommenen Qualitätsoffensive Verbraucherfinanzen im März 2009 gegründet. Sie sei bewusst nicht als Verein oder Verband organisiert, Mitgliedsbeiträge gebe es keine. „Die Kunden können die Argumente für eine tatsächlich unabhängige und transparente Honorarberatung nachvollziehen.“ erläutert einer der Gründer, Thomas Abel, Network Financial Planner.

Die aktuelle Diskussion rund um die Qualitätsoffensive des  Bundesverbraucherministeriums trage aktuell zu einer besonderen Aufmerksamkeitswirkung bei. Für Kunden sei es aber unter Umständen nicht einfach, den „richtigen“ Honorarberater zu finden. „Wir möchten mit unserer Initiative hier eine wesentliche Entscheidungshilfe leisten“, sagt Ulf Niklas, Finanzplanungsbüro Niklas & Lehmann, ein weiterer Gründer und Sprecher der Initiative.

Einheitliches Sprachrohr

Es solle ein einheitliches Sprachrohr der qualifizierten Honorarberater geschaffen werden. Zugleich sei es aber auch wichtig, dem möglichen Eindruck entgegenzuwirken, dass sich derzeit einzelne Marktteilnehmer als Vertreter fast aller, insbesondere der besonders qualifizierten Honorarberater am deutschen Markt präsentieren würden. Dies verstanden Teilnehmer des Gipfeltreffens als Seitenhieb auf den VDH Verbund Deutscher Honorarberater GmbH und seinen Chef Dietmar Rauch.

Bei dem am Mittwoch in Berlin abgehaltenen Honorarberatergipfel war dieser denn auch nicht anwesend. Unter den mehr als 40 Teilnehmer fanden sich sowohl Verbände wie der AfW Bundesverband Finanzdienstleistungen, der VDH Verband Deutscher Honorarberater und der FPSB, die Standesorganisation der Certified Financial Planner, als auch Ausbildungsanbieter wie die Frankfurt School of Management.

Qualitätssiegel für Honorarberater

Eine Weiterentwicklung der Initiative zu einer Interessenvertretung bis hin zu einem besonderen Qualitätssiegel für Honorarberater stehe auf der Agenda. Ihr Ziel ist es insbesondere, eine besonders hohe Qualität in der Honorarberatung sicherzustellen. Damit sollen in der noch jungen Branche hohe und damit für den Kunden wertvolle Standards gesetzt werden.

Zu den Thesen respektive Forderungen, die diskutiert wurden, gehörten die Einführung eines gesetzlichen Bezeichnungsschutzes für den Honorarberater als freiberufliche Tätigkeit, die Schaffung eines öffentlichen Honorarberaterregisters und ein verbindlicher Ausbildungsstandard. Produktanbieter und Versicherungen sollten weiterhin verpflichtet werden, tatsächliche Honorartarife zu schaffen und Beratungshonorare künftig steuerlich absetzbar werden. Die Initiative will künftig regelmäßig zu Mitgliedertreffen einladen.

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