Bloggende Berater - Finanzvertriebe im Tagebuchfieber
Weitere Auszüge aus dem DVAG-Blog: Eine Produktbewertung der Aachen Münchener („Die von uns vermittelten Produkte sind top!“), Erfolgsweisheiten eines besonders erfolgreichen DVAG-Pioniers und ein mittels Umfrage ermittelter Zufriedenheitsgrad (hoch) der Vermittler der Tochtergesellschaft Allfinanz Deutsche Vermögensberatung. Informativ ist das kaum und amüsant schon gar nicht.
Teilweise beides bieten andere Angebote. Zum Beispiel der im Juni 2008 von den Rechtsanwälten Kai Behrens und Markus Komppa gegründete Handelsvertreter-Blog. Jeder Großvertrieb wird dort in einer eigenen Sektion seziert, Branchennews kommentiert und relevante Urteile erläutert. „Viele Handelsvertreter in den Vertrieben kennen ihre Rechte überhaupt nicht“, sagt Behrens zu seiner Motivation.
Das ist ein ungleich aufwendigeres Geschäft als das Füllen der Vertriebstagebücher. Denn die großen Vertriebe verstehen nicht nur auf ihren eigenen Seiten keinen Spaß: „Man kassiert sehr schnell eine Abmahnung der betroffenen Vertriebe“, erklärt Behrens, der vorsichtshalber die Kommentarfunktion abgeschaltet hat und Leser-Kommentare nur per Mail oder Telefon zulässt. Behrens kritischer und bisweilen süffisanter Handelsvertreter-Blog hat ihm bislang lediglich „einige böse Briefe“ der Vertriebe eingebracht. Nicht unbedingt erstaunlich: Behrens bloggt unter anderem darüber, dass sich AWD und DVAG am allerliebsten gegenseitig bekriegen.
Weitere Links zu vertriebsorientierten Weblogs:










ich freue mich, dass Sie unsere Blog-Aktivitäten entdeckt und darüber berichtet haben.
Zu Ihrem Bericht einige Anmerkungen.
Es ist nicht unser Anliegen, die Beiträge in unserem Blog "amüsant" zu gestalten. Wir amüsieren uns an anderer Stelle, dort wo es angemessen ist.
Falsch ist Ihre These, dass unser Blog nicht interessant ist. Tagtäglich verzeichnen wir über 2.000 Zugriffe, Tendenz steigend.
Im Rahmen Ihrer Bewertungen des Handelsvertreter-Blogs ist Ihnen die wichtigste Information entgangen: Dieser Blog hat nur einen Zweck: Die Gewinnung von Mandanten im Sinne ausgeschiedener Berater von Finanzvertrieben, die der Betreiber des Blogs dann juristisch gegen den Finanzvertrieb vertreten will.
Richtig weisen Sie darauf hin, dass dieser "Blog" keine Kommentarfunktion hat. Dies zeigt, dass es sich nicht um einen Blog, sondern um eine Marketing-Website handelt.
Recht hat er schon, der Dr. Lach. Ich habe mir mal alle Blogs angesehen. Am lustigsten war der von dem Rechtsanwalt. Anscheinend hat dieser wohl ein sonniges Gemüt und wenig Mandaten. Auch wie eine "Honorarberatung" vor sich gehen soll, ist und bleibt mir schleierhaft. Interesant zu beobachten ist, dass anscheinend einige Makler, Berater, Rechtsanwälte und Ex-wasweisichwas im Fahrwasser der großen Vertriebe versuchen sich zu ernähren oder zu profilieren. Das jemand wie dieser Herr Behrens einen Blog schaltet und keine Kommentare zuläßt ist meines Erachtens genau der Hohn den er in seinen Seiten vebreitet. Von daher nochmals; Recht hat er der Dr. Lach!
Herr Behrens geht wohl eindeutig mit seiner Seite auf Kunden- und Mandantenfang; Selbst wenn einiges davon wahr sein sollte, scheint er sehr viel Zeit für seine Beiträge zu haben. Kein gutes Zeichen für einen Anwalt, wenn er erstens soviel Freizeit hat und zweitens seine Mandanten über Google-Werbung zu gewinnen sucht.
Aus einer anderen Richtung weht der Wind bei Blogs nach dem Muster „Handelsvertreter / Kai Behrens“. Um was es hier geht, wird
mir schnell klar. Kommentarfunktion? Fehlanzeige. Meinungen sind also nicht erwünscht. Vielmehr segelt hier unter der so angesagten „Blogger-Flagge“ eine Plattform voll von einseitiger, zum Teil ätzender Kritik. Wer soll sich davon angesprochen fühlen? Etwa unzufriedene Handelsvertreter? Ich würde Anwälten, die in diesem Stil für sich und ihre Thesen werben (selbst wenn sie wahr sind..!), sicher kein Mandat erteilen.
Und für alle zusammen gilt - Propaganda, die die Welt nicht braucht.
Ein Kollege aus der Redaktion
zunächst möchte ich mich zu erkennen geben: Mein Schwiegersohn ist seit 7 Jahren AWD-Berater und hat sich dort sehr erfolgreich eine neue berufliche Heimat aufgebaut.
Ich finde, ein neutraler Journalist sollte, bevor er Artikel veröffentlicht, gründlich recherchieren. Ich möchte Ihnen nicht zu nahe treten, finde aber Ihren Artikel sehr tendenziös und schlecht recherchiert.
Wenn Sie gründlich recherchiert hätten, wären Sie auf folgendes gestoßen:
1. Mein Anruf in den Pressestellen der von Ihnen genannten Finanzvertriebe hat ergeben, dass der von Ihnen offensichtlich sehr geschätzte Herr Behrens gut bekannt ist. Regelmäßig tritt er dort als gegnerischer Anwalt auf, wobei er tatsächlich fast jedes Verfahren verliert. Sie machen sich so zum Werbeträger eines Anwaltes, der von seinem Fach nichts versteht. Mir tun die armen Berater leid, die sich gutgläubig und von Ihnen motiviert ratsuchend an einen solchen Anwalt wenden. Denn dessen Honorar wird ja auch bei Mißerfolg fällig. Es zahlt der Berater.
2. Weiterhin hätten Sie im Rahmen Ihrer Recherchen entdeckt, dass der so ehrenwerte Anwalt vor gar nicht allzu langer Zeit erfolgloser Anwalt für Pferderecht war. Es erstaunt nun nicht mehr, dass mit diesem fachlichen Hintergrund die rechtliche Vertretung von Finanzberatern nicht funktionieren kann. Denn Finanzberater sind halt keine Pferde...
3. Mit meinem Schwiegersohn habe ich mir mal die Blogs der Konkurrenz angesehen. Die DVAG macht natürlich viel Eigenwerbung (alles andere hätte mich erstaunt....), ich muss aber sagen, dass der eine oder andere Kommentar zur Branche selbst für uns interessant war.
4. Eine journalistisch ehrliche Bewertung des von Ihnen gelobten Handelsvertreterblogs hätte meines Erachtens zum Ergebnis kommen müssen, dass dort auf ganz bescheidenem intellektuellem Niveau "gegackert" wird. Tut mir Leid: Da ist das Niveau der anderen Blogs (leider v.a. DVAG) um Klassen höher.
5. Schaut man unter WIKIPEDIA nach, was einen BLOG ausmacht, wird dort darauf hingewiesen, dass üblicherweise eine Kommentarfunktion eingebaut ist. Alle Finanzvertriebe lassen solche Kommentare zu und stellen sich kritischen Anmerkungen. Schaue ich mir die Minimalqualität der Beiträge von Herrn Behrens an, erstaunt nicht, dass dieser keine Kommentare zuläßt. Denn diese würden ja offenbaren, aus welchem Fachgebiet Herr Behrens kommt und wie wenig Aussicht auf Erfolg man hat, wenn man sich in seine Fänge begibt.
Da ich bisher ganz gerne bei DASINVESTMENT.com vorbeischaue, würde ich mir für die Zukunft wieder besser recherchierte und etwas ausgewogenere Berichterstattung wünschen.
Vielen Dank.
MfG HG
Wie oft habe ich mich schon über Großunternehmen und deren Anonymität geärgert.
Dass Unternehmen dabei auch Werbung für sich machen, ist m.E. doch nur logisch.
Trotzdem - die Vorteile überwiegen. Ich erhalte Einsichten in die "Denke" der Unternehmen und kann ggf. auch Kontakt aufnehmen. Hat das Ihr Autor schon mal ausprobiert? Würde gerne wissen, ob und wie darauf reagiert wird.
Ich dachte immer, Anwälte dürfen so wie Ärzte nur sehr zurückhaltend Werbung machen. Wenn man sich so den erwähnten Handelsvertreterblog ansieht, ist das Mandantenfischerei hoch zehn auf Kosten anderer! Mal sehen, was die Anwaltskammern und berufsständischen Vereinigungen der Anwälte zu diesem schwarzen Schaf sagen. Mich wundert, dass hier dieses Niveau auch noch gelobt wird (Herr Leopold?)
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