J.P.-Morgan-Studie: Unabhängige Finanzberater sehen sich als Gewinner der Finanzmarktkrise
Unabhängige Berater sehen sich als Profiteure der Krise und glauben, dass ihr Marktsegment den Marktanteil ausbauen wird. Das Vorsorgethema ist dabei nach wie vor ein starkes Vertriebsmotiv. Dies zeigt eine aktuelle Studie „Perspektiven-Update 2009” von J.P. Morgan Asset Management.
Ergebnis der Befragung von 300 unabhängigen Beratern und Maklern auf der Produktseite: Vorsorge ist weiterhin ein starkes Vertriebsthema, und Investmentfonds bleiben für unabhängige Finanzdienstleister weiterhin die wichtigste Anlageform.
Der Anteil der Berater, die Fonds vertrieben liegt mit 69 Prozent bereits auf hohem Niveau und verzeichnet eine leicht steigende Tendenz. So wollen 16 Prozent der Befragten Fonds noch stärker als vor der Krise nutzen.
Produkte zur Altersvorsorge geben den Ton an
Insbesondere Vorsorgeprodukte wie die Riester- oder Rürup-Rente werden den Vertrieb in Zukunft stark bestimmen: Knapp 40 Prozent der Befragten werden diese Produkte sogar noch stärker einsetzen.
Zusätzlich wollen rund 30 Prozent verstärkt Versicherungen und Lösungen für die betriebliche Altersvorsorge nutzen. „Das Thema Vorsorge ist für den freien Beratungsmarkt also trotz aller Unkenrufe weiterhin beherrschend“, unterstreicht Christoph Bergweiler, Vertriebsleiter bei J.P. Morgan Asset Management.
Geschlossene Fonds fallen in Beratergunst
Die größten Verlierer sind hingegen geschlossene Fonds. 22 Prozent der Umfrageteilnehmer werden diese Produkte in Zukunft weniger häufig empfehlen, für 28 Prozent sind sie ohnehin nicht relevant.
Das gilt auch für Indexfonds (ETFs), die von rund jedem Dritten außerhalb des angebotenen Produktspektrums liegen. Jeder Fünfte will sich aber zukünftig stärker mit dem Thema beschäftigen.
Kostensenkungen angedacht
Als drängendstes Problem sehen die befragten unabhängigen Finanzberater die Aufrechterhaltung ihrer Profitabilität an: 77 Prozent beurteilen die Einnahmesituation im Vergleich zu vor der Krise als schwerer oder viel schwerer.
Um gegen die Krise anzugehen, ist für 57 Prozent der Befragten Kostensenkungen das beste Rezept. Die Umsetzung lässt allerdings auf sich warten: Bisher hat erst ein Drittel der Teilnehmer bereits konkrete Sparmaßnahmen etwa im Bereich Druckkosten, Fuhrpark oder Personalkosten umgesetzt.























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