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25.02.2010 18:56
Rubrik: Berater

Bankkunden unzufrieden: Versicherer befürchten Imageschäden

Die Bankkunden sind unzufrieden mit den Leistungen ihrer Finanzinstitute: Seit 2007 nahmen die Beschwerden um bis zu 80 Prozent zu. Auch Versicherungsvermittler könnten in den Sog mit hineingezogen werden. „Zu Unrecht“, meint der Bundesverband Deutscher Versicherungskaufleute (BVK).

80 Prozent mehr Beschwerden seit 2007 - so unzufrieden sind laut einer Umfrage des „Handelsblatt“ die Kunden von Privatbanken. Bei den Volks- und Raiffeisenbanken nahmen die Beschwerden um 26 Prozent zu. Nur jeder fünfte Anleger ist der Ansicht, dass seine Bank absolut fehlerfrei arbeitet

Da viele Banken inzwischen neben den klassischen Finanzgeschäften auch Versicherungen vermitteln, könnte auch das Versicherungsgeschäft in den Abwärtssog mit hineingezogen werden, befürchtet der Berufsverband BVK.

„Und das ohne Grund“, sagt BVK-Präsident Michael Heinz. Denn letztes Jahr haben nach BVK-Angaben bei 444 Millionen Versicherungsverträgen, die in Deutschland bestehen, gerade einmal 464 Versicherte die Leistungen ihrer Versicherungsvermittler beim Ombudsmann für Versicherungen beanstandet. Das ist eine Quote von rund 0,0001 Prozent. „Dagegen verzeichnete allein in 2009 der Ombudsmann der Privatbanken 6.514 Kundenbeschwerden“, so Heinz.

In einer Mitteilung wiederholte der Verband seine bereits im Mai letzten Jahres aufgestellte Forderung, das Finanz- und das Versicherungsgeschäft gesetzlich zu trennen. „Die Vermittlung von Versicherungen gehört in professionelle Hände“, erklärte der BVK-Präsident.

Von: Svetlana Kerschner

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Richard Gold , 26-02-10 14:57:
Das ist ein Nebenkriegsschauplatz. Die Gefahr besteht eher darin, das die Versicherungskunden bemerken, das die Lebensversicherungen das Kunden-Geld zu sehr großen Teilen in Griechenland-Anleihen, anderen schwachen Staatsanleihen und Bankanleihen investiert haben...
Insofern möchte man Herrn Heinz anraten, nicht mit Steinen auf Banken zu werfen wenn die eigenen Deckungsstöcke bei einer großen Banken-/Staatsschuldenkriese ins Wanken geraten.
Bruno Steiner, 28-02-10 10:49:
Da sollte er sich zusätzlich neben den Bankkunden die Versicherungskunden befragen, die jetzt gegenüber den früheren Prognosen und Versprechungen radikal gekürzte Ablaufleistungen oder Rentenzahlungen erhalten und erst die, die im Rahmen einer bAV noch nachträglich weitere Kürzungen durch die Beschlüsse der Politiker hinnehmen müssen.
Allein schon die Rede und Suggestion von einem Garantiezins und der Aussage (fast nie zutreffenden Steuerersparnis) steuerlich absetzbar und dem Verschweigen von möglichen Leistungskürzungen bei den Sozialversicherungen und Lohnersatzleistungen im Falle einer bAV bereits in der Sparphase und danach grenzt nicht nur bei Banken, sodern auch bei VersVermittlern eher an Verbrauchertäuschung als an eine ehrliche Beratung. Den Vermittlern halte ich "zugute", dass sie es oft selbst nicht wissen, weil "Wie mache ich Umsatz" vor Fachwissen geschult wird.

Der Aussage "„Die Vermittlung von Versicherungen gehört in professionelle Hände“, erklärte der BVK-Präsident." stimme ich voll zu.
Dazu gehören aber unausgebildete Bänker genausowenig wie Feierabend- und ungeschulte Neben- und Versicherungsvermittler ohne Fach- und Sachkundenachweis.
Die sind aber wohl nicht sehr gefragt, weil sie evtl. zu kritisch und verbraucherorientiert denken und handeln statt umsatzorientiert.
Heinz Grasedieck, 01-03-10 17:14:
Als ornungsgemäß registrierter und zugelassener Vers.-Makler muss ich klar sagen, dass eine Versicherung lediglich zur Abdeckung von Risiken, nicht aber zum Kapitalaufbau geeignet ist. Von einer Lebens- oder Rentenversicherung rate ich meinen Kunden Grundsätzlich immer ab weil dort viel zuviel Geld vernichtet wird. Das ist so ähnlich, als wenn man bei einer Bank ein Sparbuch einrichten will und zu hören bekommt, dass man von den Sparbeträgen ca 35% als Verwaltungskosten einbehalten wird. Das gleiche gilt für die bAV. Der angebliche Steuervorteil ist hier getrost zu vergessen. Wenn bAV, dann nur ohne Versicherung in Form der pauschal dotierten Unterstützungskasse OHNE Versicherungslösung! Hierbei bleibt das Geld nämlich im Unternehmen,wird nicht von den Versicherern"verbraten" und erhöht die Eigenkapitalquote des Unternehmens. Als bAV älter als alle Versicherungen und seit 120 Jahren fast unverändert im Steuerrecht verankert.

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