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25.03.2010 10:13
Rubrik: Berater

Explosiver Entwurf: EU plant Umsatzsteuerpflicht auf Vermittlerprovisionen

Quelle: Fotolia

Ein neuer Richtlinien-Entwurf der Europäischen Kommission zum Finanzdienstleistungsmarkt lässt die deutsche Vertriebsbranche Böses befürchten: Das Umsatzsteuerthema, das man längst erledigt glaubte, wird wieder akut.

Die EU-Kommission plant, die Umsatzsteuerrichtlinie in Bezug auf Finanzdienstleistungen zu ändern. Diese müsste dann in deutsches Recht umgesetzt werden. Damit droht allen Versicherungs- und Kapitalanlagevermittlern ohne Abschlussvollmacht die Umsatzsteuerpflicht – auch auf Inkassoleistungen und Schadenregulierung.

Die Umsetzung der Vorschläge, die aus der Ratspräsidentschaft der Schweden kommen, würde eine "ruinöse Belastung" der gesamten Vermittlerschaft bedeuten, die keine Abschlussvollmacht vom Produktgeber oder ihren Kunden haben, erklärt der Finanzdienstleisterverband AfW in einer Mitteilung.

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Daher lehnt der AfW diese Regelung kategorisch ab. Der Vermittlungsprozess müsse umsatzsteuerfrei bleiben, so der Verband. Es dürfe für die Steuerfreiheit nicht darauf ankommen, ob der Vermittler Abschlussvollmacht hat. Vielmehr komme es auf die Art der Leistung an.

Der AfW-Bundesverband kämpft für eine Änderung des Richtlinientextes in Berlin und Brüssel. „Wir haben natürlich bereits die Mitglieder des Finanzausschusses des Deutschen Bundestages über diesen verheerenden Entwurf in Kenntnis gesetzt und sie über die Auswirkungen auf die Vermittlerschaft informiert.“, so AfW Politikvorstand Frank Rottenbacher. Und weiter: „Wenn dieses wichtige Thema im Finanzausschuss diskutiert werden wird, sind die Interessen der unabhängigen Finanzdienstleister somit durch die Tätigkeit des AfW im Ausschuss bekannt“.

 

Von: Oliver Lepold/Svetlana Kerschner

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Bruno Steiner, 25-03-10 15:08:
Dann können vermutete 80% der Vermittler ihren Job an den Nagel hängen oder nach 1, 2 Jahren Insolvenz anmelden und die restlichen 19% verhungern.

Sozialamt, wir kommen!

oder die VU´s, Banken usw. bzw. der Verbraucher bezahlen 19% mehr zzgl. des Kostenaufwandes für die zusätzliche Verwaltung.
Was müssen wir uns von diesen unnützen, steuerfinanzierten Eurokraten noch alles gefallen lassen? Jetzt reichts!

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