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30.12.2011 11:00
Rubrik: Berater

Aragon: „Der klassische Bausparvertreter passt nicht mehr zu uns“

Wulf U. Schütz, Aragon, und Claus Quahl, SRQ Finanzpartner.

Der Aragon-Konzern gilt als Player in der Finanzdienstleistung, der sich geeignete Vertriebseinheiten hinzukauft. Über Strategie und Beratungskonzept geben Wulf Schütz, Aragon-Finanzvorstand, und Claus Quahl, Vorstand der jüngst übernommenen SRQ Finanzpartner AG, im Gespräch mit DAS INVESTMENT Auskunft.

DAS INVESTMENT.com: Erst MLP Österreich (Scopia), dann Finum.Finanzhaus, jetzt SRQ Finanzpartner. Klingt ein wenig nach Multikulti?

Wulf Schütz
: Das Gegenteil ist der Fall. Die Unternehmenskulturen, der Qualitätsanspruch der Berater, vor allem der Fokus auf das Segment der anspruchsvollen Privatkunden mit Haushaltsnettoeinkommen größer 50.000 Euro und oder einem liquiden Vermögen von mehr als 100.000 Euro, ist bei allen drei Unternehmen gleich. Das war auch einer der Gründe für unser Engagement bei der SRQ FinanzPartner AG. Um diese Einheit auch nach außen zu transportieren, werden die insgesamt rund 250 Berater der Scopia Private Finance, Finum Finanzhaus und SRQ FinanzPartner ab Januar 2012 unter einer gemeinsamen neuen Marke Finum.Private Finance mit zwei AGs an den Standorten in Berlin und Wien auftreten.

DAS INVESTMENT.com: Was sagen die SRQ-Berater zum Identitätsverlust?

Claus Quahl: Es gibt keinen Identitätsverlust. Entscheidend ist, dass sowohl die handelnden Personen, als auch die grundsätzliche strategische Ausrichtung nicht verändert wurden. Wir sind uns darüber im Klaren, dass das Gros unserer Zielkunden weder SRQ noch Finum Finanzhaus kennt. Der Wechsel der Marke hat deshalb auch zu keiner Unruhe geführt. Die Positionierung der SRQ als mobiler Beratungsarm der DAB bank war aufgrund einer veränderten Strategie der Bank bereits im Jahr 2008 nicht mehr gegeben. In Absprache mit der DAB hat der SRQ Vorstand über zweieinhalb Jahre lang mit mehr als einem Dutzend Investoren gesprochen, darunter auch vielen Vermögensverwaltern. Letztlich passte nur keiner in die Welt, die wir uns vorgestellt hatten. Bei Aragon ist das seit der Finum-Übernahme anders, da stimmen die Größe, der Beratungsansatz und das Potenzial.

DAS INVESTMENT.com: Finum-Chef Wolfram Schutte hat das Feld geräumt. Er hatte ein Softwareprojekt verfolgt, dass der ganz große Wurf werden sollte. Ihr neuer IT-Standard?

Schütz: Finum Finanzhaus hat eine der führenden Beratungssysteme in der Finanzdienstleistungsbranche entwickelt. Dieses wird durch den Zusammenschluss mit der SRQ um die KWG Welt erweitert. Doch bei aller Euphorie für Technik: Ich bin nicht der Überzeugung, dass Technik der alleinige Wettbewerbsvorteil ist. Sie hat in meinen Augen die Aufgabe Beratung zu unterstützen und zu optimieren. Unseren ganzheitlichen Beratungsansatz haben wir deshalb nicht über Software oder über Produkte definiert, sondern ausschließlich über die Kundenbedürfnisse in unserem Zielsegment.

Quahl: Im Augenblick arbeiten wir weiter wie bisher, aber im Hintergrund führen wir beide IT-Welten zusammen. Finum hat eine umfangreiche Beratungswelt und Produktpartneranbindungen im Vorsorgebereich, während SRQ bislang eine Lösung der pma genutzt hat. SRQ dagegen hat eine eigene Zulassung nach §32 KWG und eigene Abwicklung der Wertpapierwelt, was die Finum bislang über Jung, DMS & Cie. abgedeckt hat. Diese beiden Umwege werden in naher Zukunft auf unsere eigenen Anbindungen und Systeme gewechselt.

DAS INVESTMENT.com: Liegen die Berater beider Unternehmensteile auf einer Wellenlänge?

Von: Oliver Lepold

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Jan Lanc, 02-01-12 13:18:
ich kann nicht verstehen wie ein reiner Bausparvermittler noch überleben kann

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