Betriebsräte-Umfrage Leistungsdruck steigt - Fälle von Burnout & Co. auch

Büros bei Nacht: Weil Arbeitnehmer unter steigendem Leistungsdruck stehen und immer mehr Überstunden machen müssen, steigt die Zahl psychischer Erkrankungen | © Getty Images

Büros bei Nacht: Weil Arbeitnehmer unter steigendem Leistungsdruck stehen und immer mehr Überstunden machen müssen, steigt die Zahl psychischer Erkrankungen Foto: Getty Images

Arbeitnehmer müssen in der gleichen Zeit immer mehr Aufgaben bewältigen. Die Arbeitsbelastung ist in den vergangenen Jahren enorm angestiegen - und mit ihr auch die Zahl psychischer Erkrankungen. Das zeigt eine Studie des Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Instituts (WSI) der gewerkschaftsnahen Hans-Böckler-Stiftung, über die die Rheinische Post berichtet.

Für die Studie wurden 2009 Betriebsräte aller wichtigen Branchen befragt. Rund 60 Prozent von ihnen gaben an, dass die Beschäftigten ihres Unternehmens massiv unter Zeitdruck und hoher Arbeitsintensität litten. 44 Prozent sprachen von hohem Verantwortungsdruck, 27 Prozent von regelmäßigen störenden Unterbrechungen der Arbeit. 23 Prozent der Arbeitnehmervertreter klagten über mangelnde Planbarkeit der Arbeitszeiten.

Um das gestiegene Arbeitspensum zu bewältigen, bleiben viele Beschäftigte länger in der Firma: In jedem zweiten Unternehmen ist die Zahl der Überstunden gestiegen. Die gesundheitlichen Folgen sind gravierend: In 77 Prozent der Betriebe nahmen laut Betriebsräten in der jüngeren Vergangenheit die gesundheitlichen Beschwerden bei Beschäftigten zu.