Bewertungsexperte rät 4 Tipps, wie Sie einen höheren Preis für Ihren Bestand erzielen

Christian Lüth, Ibras

Christian Lüth, Ibras

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Der Vermögenswert eines Maklerunternehmens ergibt sich aus dem vorhandenen Kunden- und Vertragsbestand, erklärt Christian Lüth in einem Kommentar beim Versicherungsjournal. Wer sein Unternehmen in absehbarer Zeit verkaufen will, sollte also zum Einen seine Kundenbeziehungen und zum Anderen die geschlossenen Versicherungsverträge unter die Lupe nehmen und gegebenenfalls optimieren, so der Bewertungsexperte von Ibras. Er nennt vier Strategien, mit denen Makler einen höheren Preis für ihr Lebenswerk erzielen können. 

Tipp 1: Größtmögliche Vertragsdichte

Versuchen Sie, eine größtmögliche Vertragsdichte zu erreichen, um einen höheren Kaufpreis zu erzielen, empfiehlt Lüth. „Achten Sie beim Maklervertrag insbesondere auf die optimale Formulierung in Bezug auf die Übergabe Ihres Maklerunternehmens/ -bestandes“. Dieser Passus sei vor allem vor dem Hintergrund der Datenschutz-Diskussionen wichtiger geworden und erfordert meist eine Anpassung der älteren Maklerverträge, sagt Lüth. Gebühren für einen Fachanwalt, der sich die Verträge nochmal anschaut und gegebenenfalls anpasst, seien gut investiert und zahlen sich beim Bestandsverkauf aus.

Tipp 2: Großkunden ermitteln und Informationen aufbereiten

Potenzielle Käufer, die sich für ein Maklerunternehmen interessieren, schauen in erster Linie auf Großkunden, erklärt Lüth. Daher ist bei Kunden, die mindestens 10 Prozent der gesamten laufenden Courtage generieren, besonders viel Analyse erforderlich. Makler sollten diese Kunden in ihrem Bestand ermitteln und für sie eine individuelle Deckungsbeitrags-Rechnung erstellen. Dabei soll der Aufwand für die Betreuung dieser Kunden in Personal- und Unternehmensstunden erfasst und mit den Umsatzerlösen in Verhältnis gesetzt werden. „Sie sind dann gut gerüstet für kritische Käuferfragen und wissen zumindest, wo Sie stehen.“