BFW-Umfrage Unternehmen spüren Folgen der Wohnimmobilienkreditrichtlinie

Nicht jeder kann sich einen Neubau leisten: Laut 30 Prozent der Befragten ist insbesondere der Kaufanteil von jungen und älteren Bevölkerungsschichten aufgrund eines nicht bewilligten Baudarlehens zurückgegangen. | © Getty Images

Nicht jeder kann sich einen Neubau leisten: Laut 30 Prozent der Befragten ist insbesondere der Kaufanteil von jungen und älteren Bevölkerungsschichten aufgrund eines nicht bewilligten Baudarlehens zurückgegangen. Foto: Getty Images

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„Die neue BFW-Umfrage zeigt: Die verschärften Regeln zur Kreditvergabe für Wohnimmobilien bremsen den Erwerb von Eigentum aus. Insbesondere die Bewilligungen von Darlehen für jüngere und ältere Kaufinteressenten und Käuferschichten der Mittelschicht sind eingebrochen“, so BFW-Präsident Andreas Ibel. Der Bundesverbandes Freier Immobilien- und Wohnungsunternehmen (BFW) hat seine Mitgliedsunternehmen zu den Auswirkungen der neuen Wohnimmobilienkreditrichtlinie befragt, 120 haben teilgenommen.

Laut Umfrage nehmen 80 Prozent der Immobilienunternehmen die Auswirkungen der seit März geltenden, verschärften Wohnimmobilienkreditrichtlinie beim Abverkauf wahr. 40 Prozent der Unternehmen berichten von kurzfristigen Absagen der Verbraucher aufgrund eines negativen Kreditbescheides kurz vor Vertragsabschluss.

Laut 30 Prozent der Befragten ist dabei insbesondere der Kaufanteil von jungen und älteren Bevölkerungsschichten aufgrund eines nicht bewilligten Baudarlehens zurückgegangen. Vor allem das mittlere Kaufpreissegment sei von dem Rückgang betroffen, berichten 70 Prozent der befragten Unternehmen. Rund 20 Prozent berichten von einem zusätzlichen Rückgang des niedrigen Preissegments.

Aufgrund der veränderten Rahmenbedingungen dauere der Abverkauf der entwickelten Projekte wesentlich länger, so die Erfahrung von 61 Prozent der Unternehmen: Dies ist insbesondere deshalb problematisch, weil das an anderer Stelle benötigte Kapital länger gebunden sei.