Biotechnologie: In der Medizin steckt die Rendite der Zukunft

Nathalie Lötscher, Fondsmanagerin des UBS (Lux) Equity Fund – Biotech.

Nathalie Lötscher, Fondsmanagerin des UBS (Lux) Equity Fund – Biotech.

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Biotechnologie-Unternehmen liefern die Arzneimittel der Zukunft. In diesem Sektor haben bahnbrechende Entwicklungen stattgefunden, was Behandlungsmöglichkeiten bestimmter Krankheiten betrifft.

Was ist eigentlich Biotechnologie und warum steckt in der Branche ein derart großes Potenzial? So klar lässt sich der Begriff mittlerweile nicht mehr abgrenzen, da er wie eine Art Dach für eine nahezu unbegrenzte Zahl von Verfahren, Produkten und Methoden genutzt wird.

Biotechnologie ist heute sozusagen eine vielgenutzte Querschnittstechnologie zur Entwicklung von Medikamenten, Pflanzensorten oder Alltagsprodukten. Gerade im medizinischen Bereich liegt genau deshalb ein großes Potenzial, das von den demografischen Entwicklungen gestützt wird.

Denn der Anteil der über 65-jährigen in den Industrieländern nimmt ständig zu und auch der wachsende Wohlstand in den Schwellenländern treibt die Nachfrage nach Arzneimitteln und Produktinnovationen zunehmend in die Höhe.

Gerade starke Fundamentaldaten und eine steigende Zahl von Börsengängen haben die Biotechnologie-Branche vorangetrieben und tun dies noch. Im ersten Quartal 2013 waren die Erträge sehr stark, im zweiten Quartal haben größere Biotech-Unternehmen die Verkaufs- und Gewinnprognosen sogar übertroffen. Bedingt wurde diese Entwicklung durch die erfolgreiche Platzierung von neuen Produkten, den Anstieg von Medikamentenzulassungen sowie positiven Produktentwicklungen.

Hinzu kommt, dass die Biotechnologie-Branche medikamentöse Innovationen sehr stark fördert. Das wird auch durch die Zahl der Börsengänge belegt: Bis Mitte November wurden im laufenden Jahr bereits 42 Börsengänge mit einer Marktkapitalisierung von insgesamt 2,2 Milliarden US-Dollar verzeichnet (Quelle: Bloomberg).

Nicht zuletzt beeinflussen auch die steigenden Aktivitäten bei Fusionen und Übernahmen den Sektor positiv, weil etablierte Pharmagesellschaften dadurch Know-how und neue Marktzugänge erhalten.

Investoren sollten jedoch auch das Risiko im Blick behalten. Gerade bei Small-Cap-Unternehmen, also kleinen Unternehmen mit geringer Marktkapitalisierung, sind Volatilität und Chance-Risiko-Verhältnis sehr hoch.

In einigen Fällen haben sie nur ein in der Entwicklung fortgeschrittenes Produkt in Arbeit, von dessen wirtschaftlichem Erfolg der Aktienpreis stark abhängt. Zudem ist wichtig, dass die Unternehmen gut finanziert sind und keine zusätzlichen Mittel beschaffen müssen.