BlackRock-Experten zu Goldinvestments Vom leichten Schimmern zum Hochglanz im Depot

Model präsentiert Collier bei der Tiffanys Red Carpet Week Fashion-Show in Cannes: Die Nachfrage nach Goldschmuck in China und den USA steigt | © Getty Images

Model präsentiert Collier bei der Tiffanys Red Carpet Week Fashion-Show in Cannes: Die Nachfrage nach Goldschmuck in China und den USA steigt Foto: Getty Images

Goldaktien reagierten sensibel auf den Rückgang des Goldpreises. So hat der Aktienkurs des weltgrößten Förderers, des kanadischen Unternehmens Barrick Gold, in den vergangenen zwölf Monaten mehr als 33 Prozent eingebüßt. Ähnlich sieht es bei anderen Minengesellschaften aus. Möglicherweise kehren die Wertpapiere immer noch einen Teil des außergewöhnlich hohen Anstiegs aus dem Jahr 2016 um. Zur Hochzeit im Juli 2016 notierte die Aktie von Barrick Gold bei über 20 Euro. Heute liegt der Kurs bei nicht einmal mehr 10 Euro.

Operative Probleme und Unlust der Anleger bremsen Goldaktien aus

Hierfür gibt es verschiedene Gründe. Einige Goldproduzenten haben operative Probleme. Es werden weniger Goldvorkommen entdeckt und zudem ist der Goldgehalt bei den meisten neuen Vorkommen niedriger, die Exploration somit aufwendiger und teurer. Trotzdem ist der Preis für das Edelmetall in den vergangenen 12 Monaten um über 5 Prozent gesunken.

Die Hauptursache für sinkende Preise dürfte aus unserer Sicht jedoch nicht in der Situation der Goldförderer, sondern in der allgemeinen Apathie der Anleger gegenüber Minengesellschaften liegen. Vergleicht man die durchschnittlichen täglichen Handelsvolumina der Goldproduzenten und der beiden ETFs GDX und GDXJ auf den Primärsektor im Jahr 2018, so zeigt sich folgendes: Diese liegen 22 beziehungsweise 44 Prozent unter dem Niveau der Jahre 2017 und 2016. Außerdem sind die Kapitalaufnahmen der Gesellschaften im Goldsektor im laufenden Jahr, verglichen mit dem Vorjahreszeitraum, deutlich zurückgegangen. Die entstandene Lücke haben offenbar Sektoren wie Cannabis und Batteriematerialien geschlossen.

Anleger sollten günstige Bewertungen nutzen

Auch In den kommenden 12 bis 18 Monaten wird sich Gold voraussichtlich in einer relativ engen Preisspanne bewegen. Da die Aussichten für das weltwirtschaftliche Wachstum gut sind, könnte das Interesse am gelben Edelmetall als sicherer Hafen jedoch gedämpft sein. Auf der anderen Seite gibt es angesichts erhöhter geopolitischer Risiken starke Argumente für eine Anlage in Gold. Zudem steigt in großen Volkswirtschaften wie China und den USA die Nachfrage nach Goldschmuck stark, was sich ebenfalls in steigenden Preisen und höheren Kursen der Goldförderer niederschlagen könnte. Wir glauben daher, dass jetzt ein interessanter Zeitpunkt für den Kauf von Goldaktien ist. Die Titel sind im Vergleich zum gelben Edelmetall günstig bewertet. Demnächst könnte sich ihr leichtes Schimmern wieder in den sprichwörtlichen Glanz verwandeln.