Blackrock Keine Entwarnung bei Rohstoffen wegen China und Dollar

Der Bär vor der Börse in Frankfurt am Main. Er symbolisiert fallende Märkte. Foto: Getty Images

Der Bär vor der Börse in Frankfurt am Main. Er symbolisiert fallende Märkte. Foto: Getty Images

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Der größte Vermögensverwalter der Welt rechnet nicht mit einer schnellen Normalisierung der Lage an den Rohstoffmärkten. Der schwerste Ausverkauf seit vielen Jahren wird sich demnach zunächst weiter fortsetzen.

„Es wird unglücklicherweise weiter abwärts gehen", stellte der Chef-Investmentstratege Russ Koesterich von BlackRock am Dienstagabend (Ortszeit) in einem Gespräch mit Bloomberg TV fest, „denn wir beobachten mit einer abgebremsten Konjunkturentwicklung eine sinkende Nachfrage, und zwar insbesondere bei den großen Rohstoffverbrauchern wie China".

Derzeit bewegen sich die Rohstoffnotierungen nach dem fünften Jahresverlust in Folge auf das niedrigste Niveau seit 1999 zu. So schwäche sich das Wirtschaftswachstum in China derzeit ab und zugleich ist der Markt mit maßgeblichen Rohstoffen wie Rohöl und Eisenerz überversorgt. Zusätzlichen Druck übe laut Koesterich die Erwartung eines steigenden Dollarkurses aus. Derzeit bereitet die Notenbank in Washington ihre erste Leitzinserhöhung seit vielen Jahren vor. Sie wird derzeit im Dezember erwartet.