BlackRock-Monatsbilanz „Bis Jahresende besteht durchaus noch Luft nach oben“

Heißluftballon bei einem Wettkampf in Frankreich. Europäische Aktien setzten am Jahresbeginn ebenfalls zu ihrem Höhenflug an | © Pixabay

Heißluftballon bei einem Wettkampf in Frankreich. Europäische Aktien setzten am Jahresbeginn ebenfalls zu ihrem Höhenflug an Foto: Pixabay

Vergangenen Mai hat sich viel getan auf der europäischen Bühne. Am Abend des 7. Mai stand fest: Emmanuel Macron wird neuer französischer Staatspräsident. Seitdem ist der Chef des Elysee-Palastes allerdings noch nicht unter vollen Segeln unterwegs, denn die französischen Parlamentswahlen im Juni stehen noch ins Haus.

Erst hier wird sich entscheiden, ob Macron gegen das französische Parlament regieren muss oder ob seine neue Partei die Regierungsmehrheit erringen kann. Aktuelle Umfragen sehen die „La République En Marche“ vorne.

Den Finanzmärkten dürfte ein Wahlsieg der Macron-Partei gut schmecken, wäre doch die Chance auf eine notwendige Reformierung Frankreichs und ein damit möglicherweise verbundenes wirtschaftliches Erstarken des Landes in Reichweite. Als Eurozonen-Befürworter sollte man ihm die Daumen drücken, denn sollte er scheitern, droht bei der nächsten Wahl in fünf Jahren endgültig ein Sieg der Populisten.

Neuwahlen in Italien

Ende Mai zeichnete sich auch in Italien ab, dass das Land seinen Beitrag zum Superwahljahr 2017 leisten möchte. Nachdem sich die großen Parteien auf eine Reformierung des Wahlgesetzes nach deutschem Vorbild geeinigt haben, ist der Weg für Neuwahlen frei. Als wahrscheinlich gilt ein Termin im Oktober.

Die Finanzmärkte reagierten verunsichert auf die Aussicht auf baldige Wahlen in dem Land, das innerhalb der Eurozone von vielen Analysten mittlerweile als der größte Unsicherheitsfaktor angesehen wird. Die Gefahr, dass mit der Fünf-Sterne-Bewegung eine Euro-kritische Partei an die Macht kommt, ist allerdings gering. Vermutlich wird es zu einer großen Koalition der Partito Democratico von Matteo Renzi und der Forza Italia kommen.

Insofern scheint die Sorge des Marktes, Italien könnte erneut an den Grundfesten der Währungsunion rütteln, übertrieben zu sein. Fraglich ist jedoch, ob die neue Regierung Italiens jene Einigkeit an den Tag legt, die notwendig ist, um die Probleme des Landes zu lösen. Eine gehörige Portion Skepsis seitens der Investoren scheint hier durchaus angebracht.