BlackRock Multi-Manager Alternative Strategies Fund „Ein Zugang zu Strategien, die Großinvestoren vorbehalten waren“

Christian Machts, Leiter des deutschen Retail-Geschäfts bei BlackRock.

Christian Machts, Leiter des deutschen Retail-Geschäfts bei BlackRock.

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Was ist die Investment-Story des Fonds?

Christian Machts: Der BlackRock Multi-Manager Alternative Strategies Fund bietet Anlegern einen Basisbaustein für ihr Portfolio. Er vereint optimal eine Vielzahl von alternativen Strategien - und zwar in einer täglich liquiden und transparenten Form wie dies etwa im Rahmen der europäischen Fondsrichtlinie UCITS gefordert ist. Zudem ermöglicht der Fonds Zugang zu Anlagestrategien, die bislang großen institutionellen Investoren vorbehalten waren, etwa in der Struktur von Hedgefonds oder individuellen Vermögensverwaltungsmandaten.

Was unterscheidet ihn von einem Dach-Hedgefonds?

Machts: Der Fonds setzt nicht auf Zielfonds, sondern auf individuelle für diesen Fonds initiierte Anlageprogramme namhafter und qualitativ hochwertiger Manager, die nirgendwo sonst in der Breite verfügbar sind. Somit kann der Fonds selbst als Zielfonds bei Dachfonds zum Einsatz kommen.

In wie viele Strategien und Manager investiert der Fonds?

Machts: Der Fonds setzt auf die fünf wesentlichen Strategien und investiert dabei breiter als die meisten Produkte im Markt. Wir arbeiten mit sechs bis zwölf Managern zusammen, zu denen wir seit vielen Jahren und Jahrzehnten Beziehungen pflegen – oftmals schon seit ihrer Gründung. Diese Manager zeichnen sich durch eine herausragende Performance im Vergleich zur Peer Group aus. Sie werden dem Anspruch der täglichen Liquidität eines UCITS-Fonds gerecht, und sie ergänzen sich sehr gut, was ein diversifiziertes Portfolio ermöglicht. Wir setzen bei diesem Produkt nur auf externe Manager.

Welche sind das zum Beispiel?

Machts: Bei Konzepten auf steigende und fallende Kurse von Kreditpapieren (Long Short Credit) sind unsere Partner etwa Benefit Street Partners und Libremax Capital, bei entsprechenden Aktienstrategien (Long Short Equity) ist es zum Beispiel Pine River Capital Management. Im Bereich relativer Bewertungsunterschiede (Relative Value) vertrauen wir unter anderem auf GSA Capital Partners, bei Strategien, die auf Ereignisse wie Fusionen und Übernahmen setzen (Event Driven), auf Boussard & Gavaudan Asset Management. Für Konzepte auf Basis makroökonomischer Trends (Global Macro/Managed Futures) ist beispielsweise QMS Capital Management unser Partner der Wahl.

Wie kommt die Allokation der Strategien zustande?

Machts: Das strategische Portfolio umfasst 20 bis 40 Prozent Long Short Credit, 15 bis 35 Prozent Long Short Equity, 10 bis 35 Prozent Relative Value, und je 5 bis 30 Prozent Event Driven und Global Macro/Managed Futures. Gemanagt wird der Fonds von BlackRock Alternative Advisers. Über die Allokation entscheidet ein Team unter Leitung von Bryan White. Zu diesem Team gehören 89 Investmentprofis mit durchschnittlich 25 Jahren Branchenerfahrung.

Gibt es Performance- oder Volatilitätsziele?

Machts: Ziel ist eine attraktive risikoadjustierte Rendite. Die Zielvolatilität liegt bei 6 bis 8 Prozent über einen gesamten Marktzyklus bei einem niedrigen Beta zum Aktien- und Anleihenmarkt.

Und warum sollten private Investoren ihrem Portfolio überhaupt alternative Strategien beimischen?

Machts: Das Marktumfeld stellt Anleger vor zwei große Herausforderungen: Zum einen ist es angesichts niedriger Zinsen deutlich anspruchsvoller geworden, Quellen für regelmäßige Erträge zu finden. Und ein Blick auf die Entwicklung der wichtigen Anlageklassen in den vergangenen drei Jahren zeigt, dass keine Anlageklasse für sich betrachtet attraktive Erträge liefern konnte. Zum anderen haben sich Korrelationsmuster verändert, sprich die Entwicklung einzelner Anlageklassen in Abhängigkeit voneinander, und die Volatilität nimmt zu. Dies macht es umso schwieriger, Portfolios unter dem Rendite-Risiko-Aspekt zu optimieren. Vor diesem Hintergrund stellen alternative Anlagestrategien eine wichtige Quelle für unkorrelierte Erträge dar.