Blackrock New Energy: Der Champion und seine Herausforderer

Robin Batchelor

Robin Batchelor

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Der Champion: Blackrock New Energy Er ist der größte und älteste seiner Art, und Ratingagenturen wie Morningstar und S&P äußern sich wohlwollend bis sehr angetan. An einer Erkenntnis führt jedoch kein Weg vorbei: Anleger, die dem Klassenprimus bei der Auflegung im Frühjahr 2001 ein Startkapital von 10.000 Euro anvertrauten, hatten Mitte Juli nur noch 4.745 Euro auf dem Konto. Ein Beispiel für falsches Timing, das die bereits vom Start weg beziehungsweise seit Herbst 2002 verantwortlichen Manager Robin Batchelor und Poppy Allonby nur bedingt zu verantworten haben. Auch dafür, dass sie mit ihrem zeitweise mehr als 5 Milliarden Euro schweren Fonds 2009 und 2010 die spektakuläre Erholung einiger Nischenwerte verpassten, können sie wenig. Fest steht allerdings: Wenn das Blackrock-Duo die ihm anvertrauten Gelder auf Dauer halten will, muss es über kurz oder lang das liefern, was die Kunden wollen – Performance. Die größten Chancen dafür sehen Batchelor und Allonby derzeit in China, wo sie aktuell mehr als 10 Prozent des Fondsvermögens investiert haben. Herausforderer Nummer 1: JB SAM Smart Energy Welchen Unterschied der richtigen Auflegungszeitpunkt machen kann, zeigt dieser im Herbst 2003 ebenfalls recht früh gestartete New-Energy-Pionier: Dort wurden aus 10.000 Euro bis heute 16.910 Euro. Und auch über fünf Jahre schlägt sich der von der auf nachhaltige Investments spezialisierten Investmentboutique Sustainable Asset Management (SAM) be-treute Fonds deutlich besser als der Blackrock New Energy. Thiemo Lang, der ihn 2007 übernahm, konzentriert sich vor allem auf die vier Bereiche Erneuerbare Energien, Energieeffizienz, Biogas und Energieversorgungssysteme und folgt bei der Aktienauswahl einem dreistufigen Prozess, der anders als bei Blackrock auch Nachhaltigkeitskriterien berücksichtigt. Große Chancen sieht Lang nach wie vor bei der Solarenergie, wo er vor allem chinesische Unternehmen wie Trina Solar oder Yingli Green Energy bevorzugt. Bei der Marktkapitalisierung setzt er in etwa zu gleichen Teilen auf große, mittlere und kleinere Unternehmen.