Blackrock-Vizechefin über die Regulierung „Zusätzliche Reportinganforderungen wären gut"

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Große Banken, die als systemrelevant eingestuft sind, müssen eine Vielzahl an Auflagen erfüllen. Der Plan der Regulierungsbehörden, ähnliches von großen Fondsgesellschaften zu verlangen, stieß auf massive Kritik seitens der Branchenvertreter und wurde fallengelassen. Warum eine Regulierung von Vermögensverwaltern und Versicherern, die sich an der der Banken orientiert, alles andere als zielführend wäre, erklärt Blackrock-Vizechefin Barbara Novick im Gespräch mit der Börsen-Zeitung

„Wir investieren nicht unsere eigenen Mittel, wir sind niemals die Gegenpartei, wir hebeln nicht“, zählt Novick die Unterschiede zwischen Fondsgesellschaften und Banken auf. „Im Assetmanagement ist an sich nichts riskant“.

Fonds-Krisen durch kleinere Gesellschaften ausgelöst

Auch die Idee der Regulierer, die Systemrelevanz am verwalteten Vermögen der Gesellschaften festzumachen, findet die Blackrock-Expertin nicht zielführend. Als Beispiel führt sie die Krise der US-Geldmarkfonds an. Der Reserve Primary Fonds, der nach der Lehman-Pleite hohe Abschreibungen vornahm und damit die Geldmarktfonds-Krise mitausgelöst hatte, sei von einem vergleichsweise kleinen Haus gemanagt worden. Und auch hinter dem krisengeschütteten Long Term Capital Management habe keine große Gesellschaft gestanden.