Blackstone-Chef Hedgefonds könnten 25% der Vermögenswerte verlieren

Tony James, Präsident von Blackstone. Foto: Getty Images

Tony James, Präsident von Blackstone. Foto: Getty Images

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„Wir stehen vor so etwas wie einem Tag der Abrechnung“, sagte James am Mittwoch im Interview mit Bloomberg TV am Rande einer Konferenz in Toronto, Kanada. „Es wird zu einem Schrumpfen der Branche kommen, und es wird schmerzhaft werden.“

Für die Hedgefondsbranche ist der Start ins neue Jahr gemessen an der Entwicklung und den Investorenabflüssen so schlecht verlaufen wie seit der Finanzkrise nicht mehr. Third Point, die von Dan Loeb gegründete Hedgefondsgesellschaft, erklärte im vergangenen Monat, dass sich die Branche im Anfangsstadium eines „Absturzes“ befindet nach „katastrophalen“ Ergebnissen in diesem Jahr.

Seit Jahresbeginn haben Hedgefonds 1,8 Prozent verloren, wie aus dem Index von Hedge Fund Research (HFR) hervorgeht - das ist die schwächste Entwicklung seit 2008. Die Nettoabflüsse in den vergangenen zwei Quartalen betrugen HFR zufolge 16,6 Milliarden Dollar und waren damit so hoch wie zuletzt 2009. Im vergangenen Jahr wurden 979 Hedgefonds dicht gemacht - so viele wie seit 2009 nicht mehr.

Anlass zur Sorge

Blackstone ist weltweit größter Zuteiler von Vermögenswerten an Hedgefonds. Die New Yorker Firma stattet auch Manager mit Startkapital für neue Hedgefonds aus und kauft Aktienbeteiligungen an Hedgefondsfirmen. Das eigene Hedgefondsgeschäft laufe besser als der Branchendurchschnitt, sagte James, allerdings gebe die Entwicklung generell Anlass zur Sorge.

„Wir sind definitiv besorgt darüber, was in der Hedgefonds-Welt aktuell passiert“, erklärte James bei der Jahreskonferenz der Canadian Venture Capital and Private Equity Association.