Bloomberg-Aktienprofi zum Milliarden-Deal Monsanto-Kauf zahlt sich für Bayer-Aktionäre mindestens 3 Jahre nicht aus

Ein Traktor versprüht ein von Monsanto hergestelltes Pestizid auf landwirtschaftlicher Nutzfläche. Foto: Getty Images

Ein Traktor versprüht ein von Monsanto hergestelltes Pestizid auf landwirtschaftlicher Nutzfläche. Foto: Getty Images

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Bayers Argumente für den Kauf des US-Saatgutgiganten Monsanto werden die eigenen Investoren möglicherweise nicht überzeugen. Das ist heikel, denn das Barangebot ist unter Umständen auch nicht attraktiv genug, um die Monsanto-Anteilseigner für sich zu gewinnen.

Mega-Fusion im Sinne des Fortschritts

Der deutsche Konzern will ein weltweit führendes Unternehmen für Agrarwissenschaft werden und so daran mitwirken, dass die Landwirtschaft in einer Welt produktiver wird, in der die Bevölkerung wächst und das Ackerland abnimmt. Dahinter steht die Idee, dass die zunehmende Größe und das wissenschaftliche Spektrum dabei helfen werden, Forschung und Entwicklung anzutreiben - während sich zugleich auch die üblichen Einsparungen erzielen lassen, die sich aus großen Fusion und Übernahmen ergeben.

Wenn dem so ist, dann wird sich das aus den Zahlen für Bayer eine ganze Weile nicht ablesen lassen.

Bayers Offerte von 122 Dollar je Aktie bewertet Monsanto mit 53 Milliarden Dollar. Das liegt 37 Prozent über seinem Marktwert vom 9. Mai, kurz bevor der deutsche Konzern formal auf Monsanto zuging. Es handelt sich um einen Aufschlag von 14,4 Milliarden Dollar.

Die prognostizierten jährlichen Finanzvorteile vor Steuern von 1,5 Milliarden Dollar decken das ganz sicher nicht ab. Ein Teil davon sind Kosteneinsparungen, ein Teil Umsatzanstiege. Doch letztere lassen sich bei Übernahme besonders schwer realisieren.