Bloß nicht zu früh verkaufen Fonds-Klassiker im Check-Up: C-Quadrat Arts Total Return AMI

Leo Willert, Manager des C-Quadrat Arts Total Return Global AMI

Leo Willert, Manager des C-Quadrat Arts Total Return Global AMI

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1. Der Konkurrenz-Vergleich

Als klassischer Trendfolger orientiert sich der als Dachfonds konzipierte C-Quadrat Arts Total Return Global AMI an keiner Benchmark: Je nachdem, woher an den Kapitalmärkten der Wind weht, liegt die Aktienquote bei null, 100 Prozent oder irgendwo dazwischen. Der Rest verteilt sich auf Renten- oder Geldmarktfonds beziehungsweise Liquidität. Dabei reagiert Fondsmanager Leo Willert ausgesprochen flexibel und passt die Asset Allocation wöchentlich an die jeweils aktuellen Signale seines selbstentwickelten Computermodells an.

Im Laufe der 2007 aufziehenden Finanzkrise funktioniert das recht gut: Zwischen Juli 2007 und März 2009 verliert der Fonds gerade einmal 11,7 Prozent an Wert – ein Verlust, der bereits im Juli 2009 aufgeholt ist. Bis August 2010 – den Startpunkt des jüngsten Fünf-Jahres-Zeitraums – steigt der Anteilspreis dann um weitere 15,7 Prozent. Danach folgt allerdings eine längere Durststrecke: Ab Anfang 2011 vergrößert sich der Rückstand auf die Vergleichsgruppe „Mischfonds flexibel Welt“ auf zeitweise bis zu 7 Prozentpunkte. Danach kämpft Willert sich Schritt für Schritt wieder heran und belegt derzeit in der FWW-Datenbank mit einem Fünf-Jahres-Zuwachs von 15,6 Prozent (Stichtag: 31. August) unter 315 Angeboten seiner Kategorie Rang 154.


Quelle: FWW Fundservices GmbH

„2011 war ein schwieriges Umfeld für Trendfolger“, erläutert Willert den Durchhänger. Das Problem habe darin bestanden, dass sein System im Sommer nach den kräftigen, durch die Verschärfung der Euro-Krise bedingten Kursverlusten die Aktienquote deutlich heruntergefahren habe und es anschließend zu einer ausgeprägten, über mehrere Wochen anhaltenden Erholung gekommen sei. Die habe sein Fonds verpasst.

„So etwas kommt im Durchschnitt alle zehn Jahre einmal vor, und wir sind sehenden Auges in diese Entwicklung hineingegangen“, so Willert weiter. Denn das System beispielsweise so zu programmieren, dass ein Wiedereinstieg in vergleichbaren Situationen früher erfolgt, sei keine Lösung, das hätten Backtests eindeutig erwiesen: „Dann wären die Probleme in einer anderen Marktphase aufgetreten, und wir hätten dadurch unter dem Strich nichts gewonnen.“ Und oberste Priorität habe es nun einmal, Phasen exzessiver Kursverluste wie 2001/2002 oder 2007/2008 zu umschiffen.

Komplett anders sieht dagegen der Drei-Jahres-Vergleich aus: In diesem Zeitraum landet der C-Quadrat Arts Total Return Global AMI dank klarer Aufwärtstrends an den Aktienmärkten fast 10 Prozentpunkte vor dem Durchschnitt seiner Vergleichsgruppe. „Der durchschnittliche Aktienanteil unseres Fonds lag noch nie so hoch wie 2013 und 2014“, berichtet Willert. Aufs Jahr hochgerechnet habe die Quote jeweils mehr als 90 Prozent betragen. Für einen Spitzenplatz in der Kategorie hat es mit einem Zuwachs von 23,7 Prozent (Rang 90 von 358 Fonds) dennoch nicht gereicht: Den sicherten sich Fonds wie Acatis Datini Valueflex (plus 74,7 Prozent) oder Ampega Balanced 3 (plus 71,6 Prozent) – wobei letzterer durchaus vergleichbare Risikokennzahlen aufweist.


Quelle: FWW Fundservices GmbH

Vergleichsweise unauffällig kommt dagegen die Wertentwicklung der vergangenen zwölf Monate daher: Sowohl im starken, Anfang 2015 einsetzenden Aufschwung als auch in der Konsolidierung seit April bewegt sich der C-Quadrat Arts Total Return Global AMI nah an den Durchschnittswerten seiner Kategorie.


Quelle: FWW Fundservices GmbH