Bobl und Buxl Wie sich Anleihe-Experten gegen steigende Zinsen absichern

Egal wie es auf den Märkten aussieht - mit den richtigen Instrumenten übersteht man selbst die härtesten Bedingungen schadlos. Foto: Getty Images

Egal wie es auf den Märkten aussieht - mit den richtigen Instrumenten übersteht man selbst die härtesten Bedingungen schadlos. Foto: Getty Images

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Eine der wichtigsten Kennzahlen eines Anleiheportfolios ist die Duration. Sie gibt an, wie sensibel das Portfolio reagiert, wenn sich die Rendite ändert. Je länger die Duration, desto stärker fallen die Kurse bei steigenden Renditen. In Zeiten wie diesen kann es deshalb wichtig sein, die Duration zu verkürzen, um Anleger vor steigenden Zinsen zu schützen. „Dabei greift der Grundsatz, dass die Portfolioduration sich aus den gewichteten Durationen der Einzelteile zusammensetzt“, erklärt Uwe Pyde, Senior-Portfoliomanager beim Anleihespezialisten Bantleon. Damit könne ein Portfoliomanager an der Duration des Portfolios schrauben, ohne die Anleihen selbst anfassen zu müssen. Er braucht nur eine weitere Position mit sehr kurzer Duration hinzuzunehmen, schon sinkt der Gesamtwert.


Quelle: DAS INVESTMENT

Die Instrumente liefert der Terminmarkt. An der Terminbörse Eurex gibt es Futures auf Anleihen aus verschiedenen Laufzeitbereichen. „Wenn man sie kauft oder verkauft, ist das so, als würde man die Papiere selbst handeln“, sagt Pyde. Der bekannteste ist der Bund Future, der sich auf Bundesanleihen mit Restlaufzeiten zwischen 8,5 und 10,5 Jahren bezieht. Weitere Varianten sind der Schatz Future (1,75 bis 2,25 Jahre), der Bobl Future (4,5 bis 5,5 Jahre) und der Buxl Future (24 bis 35 Jahre). Inzwischen gibt es auch welche auf italienische, französische und seit Oktober auch für spanische Staatsanleihen.