BofA Merrill Lynch-Umfrage Europas Fondsmanager halten Aktien für unterbewertet

Netto 13 Prozent der europäischen Fondsmanager sagen, dass sie Aktien aktuell eher für unter- als überbewertet halten.  | © BofA Merrill Lynch

Netto 13 Prozent der europäischen Fondsmanager sagen, dass sie Aktien aktuell eher für unter- als überbewertet halten. Foto: BofA Merrill Lynch

Die weltweiten Geldverwalter bleiben vorsichtig: Die durchschnittliche Cash-Quote der Teilnehmer der monatlichen Umfrage der US-Fondsgesellschaft BofA Merrill Lynch, die zusammen mehr als 500 Milliarden US-Dollar verwalten, ist gegenüber dem Vormonat um 0,1 Prozentpunkte auf 5,5 Prozent gestiegen.

Der wichtigste Grund für die Zurückhaltung der mehr als 200 befragten Fondsmanager ist demnach die Angst vor einer scharfen Korrektur am Aktienmarkt. Der Umfrage zufolge gaben so viele Fondsmanager wie zuletzt im Jahr 2000 an, dass sie Aktien derzeit für überbewertet halten.

Europas Fondsmanager fahren Cash-Quoten herunter

Im Kontrast zu dem globalen Durchschnittsergebnis gaben die 39 teilnehmenden Fondsmanager aus Europa an, dass sie ihre Cash-Positionen im Vormonat abgebaut haben. Während im August noch netto 31 Prozent der europäischen Fondsmanager Cash-Positionen übergewichtet hatten, sind es aktuell nur noch netto 22 Prozent:

Grafik: BofA Merrill Lynch Regional Fund Manager Survey

Außerdem sagen netto 13 Prozent der europäischen Fondsmanager, dass sie Aktien aktuell für unterbewertet halten. Zum Vergleich: Im August waren es netto 12 Prozent. Als besonders unterbewertet bezeichnen die Teilnehmer aus Europa derzeit Aktien aus dem Bankensektor, die bei den Fondsmanagern ganz oben auf der Einkaufsliste stehen.

Der Schock nach dem Brexit-Referendum sitzt tief

Die Anteilsscheine der Produzenten von Nahrungsmitteln erscheinen den Fondsmanagern dagegen aktuell als besonders überbewertet. Vorsichtig sind sie außerdem bei Investitionen in Großbritannien. Doch während im August noch netto 50 Prozent der Teilnehmer das Vereinigte Königreich untergewichtete, sind es jetzt nur noch netto 21 Prozent.

Das andere Extrem stellt Deutschland dar, das im Vormonat von netto 53 Prozent der Fondsmanager übergewichtet wurde. Aktuell sagen das aber nur noch netto 28 Prozent der Teilnehmer aus Europa. Ebenfalls übergewichtet werden von den Portfolioverwaltern derzeit Unternehmen aus Spanien und der Schweiz.