Branchen-Studie „Kleine Versicherer hinken bei Digitalisierung hinterher“

Stephan C. Maier, Managing Director bei EY Innovalue und dort Leiter des Kompetenzcenters Operations

Stephan C. Maier, Managing Director bei EY Innovalue und dort Leiter des Kompetenzcenters Operations

Die Versicherer in den Sparten Sach-, Haftpflicht-, Unfall- und Kraftfahrtversicherung (SHUK) haben für die kommenden Jahre Investitionen in Milliardenhöhe in die Digitalisierung ihrer Prozesse vorgesehen. Das zeigt die jüngste „Digital Operations“-Studie des Hamburger Beratungshauses EY Innovalue, an der 17 Versicherer teilgenommen haben.

Die teilnehmenden Unternehmen, die gemeinsam einen Martktanteil von 24 Prozent in der Schaden- /Unfallversicherung und 32 Prozent in der Kfz-Versicherung abdecken, planen demnach innerhalb von fünf Jahren Investitionen von 2,7 Prozent der jährlichen Beitragseinnahmen. Hochgerechnet auf den Gesamtmarkt ergäbe dies bis 2021 Investitionen von rund 1,7 Milliarden Euro.

Kleine Versicherer liegen noch zurück

Die Teilnehmer der Studie der strategischen Managementberatung für Finanzdienstleister aus der Ernst&Young-Gruppe haben nach eigenen Angaben einen guten Marktüberblick hinsichtlich betrieblicher und vertrieblicher Digitalisierungsthemen. Dennoch sieht sich eine Mehrheit von ihnen in der Umsetzung hinter dem Wettbewerb.

Insbesondere kleinere Versicherer teilten diese Einschätzung. Ihre Selbsteinschätzung in vertrieblichen und betrieblichen Digitalisierungsthemen ist rund ein Viertel unterhalb jener von größeren Versicherern. Bis 2020 streben sie dafür deutliche größere Umsetzungsschritte als der Marktdurchschnitt an.