Branchentreff für Vermögensverwalter Das war der 8. Vermögenstag der V-Bank

Rund 450 Besucher folgten der Einladung zum achten Vermögenstag der V-Bank ins Müchner Hotel Leonardo Royal. | © V-Bank

Rund 450 Besucher folgten der Einladung zum achten Vermögenstag der V-Bank ins Müchner Hotel Leonardo Royal. Foto: V-Bank

Auf Einladung der auf Vermögensverwalter spezialisierten V-Bank kamen rund 450 Gäste ins Münchner Hotel Leonardo Royal. Der Vermögenstag fand in diesem Jahr bereits zum achten Mal statt.

Vorstandssprecher Jens Hagemann wies in seiner Begrüßungsansprache auf ein Jubiläum hin: Die V-Bank wird in diesem Jahr zehn Jahre alt. Auch wenn Banken hierzulande allgemein eine wenig rosige Zukunft vorausgesagt wird, wolle sein Haus zu den 10 bis 20 Prozent jener Institute gehören, die bestehen bleiben. Die pessimistischen Zahlen stammen aus einer Studie der Beratungsgesellschaft Oliver Wyman.

Im elften Jahr ihres Bestehens sei die V-Bank heute Depotbank für 355 Vermögensverwalter und 35 Single Family Offices – und damit für rund 24.000 Endkunden, berichtete Hagemann. Wichtigstes Projekt sei weiterhin die Digitalisierung. Das Haus wolle zum Beispiel einen „digitalen Marktplatz“ als weiteren Vertriebskanal für Vermögensverwalter einrichten.

Kurzerhand via Skype: Flossbach-von-Storch-Stratege Philipp Vorndran

Anders als geplant geriet der Vortrag von Keynote-Redner Philipp Vorndran. Der Kapitalmarktstratege der Fondsgesellschaft Flossbach von Storch war auf dem Weg von Köln nach München mit dem Zug steckengeblieben. Seinen Vortrag hielt er dennoch – zugeschaltet per Skype.

Vorndran machte auf die Folgen der niedrigen Zinsen aufmerksam. Es könne noch „sehr, sehr, sehr, sehr lange“ – O-Ton Vorndran – dauern, bis Deutschland, die Eurozone und andere Teile der Welt wieder Zinsniveaus erreicht hätten, die vor einigen Jahren als normal gegolten hätten. Daran könnten auch Hilfsprogramme der Zentralbanken nur bedingt etwas ändern: Maßnahmen wie Anleihekäufe, das sogenannte Quantitative Easing, hätten kaum Einfluss auf die Zinshöhe, schätzt Vorndran.

Der Kapitalmarktexperte regte an, statt eines ausgeglichenen Haushalts in Deutschland besser Investitionen in Bildung und Infrastruktur auf die politische Agenda zu heben. Verbraucher sollten ihr Vermögen zudem durch Investitionen in Aktien schützen, riet Vorndran.

In Fachvorträgen und an Messeständen zahlreicher Aussteller konnten sich Besucher einen Tag lang über Neuheiten und Trends informieren. Das Vortragsprogramm umfasste sowohl Marktaussichten als auch Produktüberblicke und alltagspraktische Tipps für Vermögensverwalter.

Eine Übersicht über alle Vortragenden gibt es hier >>

Als fachfremder Referent sorgte Berufsmagier Nicolai Friedrich unter anderem mit einem schwebenden Tisch für Rätselraten im Publikum. Zum Ausklang des Tages luden die Veranstalter zum Barbecue in die Hotellobby ein.