Bronze statt Gold 5 Gründe, warum Morningstar Carmignac Patrimoine und Investissement erneut herabstuft

Edouard Carmignac, Chef und Gründer von Carmignac Gestion. Foto: Getty Images

Edouard Carmignac, Chef und Gründer von Carmignac Gestion. Foto: Getty Images

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Simon Pickard, Edward Cole, Laurent Ducoin: Seit vergangenem Jahr laufen Carmignac Gestion anscheinend die Manager davon. Für die Rating-Agentur Morningstar Grund genug, die beiden Flaggschiff-Fonds der Gesellschaft  - den Mischfonds Carmignac Patrimoine und den Aktienfonds Carmignac Investissement - von „Silber“ auf „Bronze“ herabzustufen. 

1. Hohe Fluktuation

„Die zahlreichen personellen Veränderungen setzten ein Fragezeichen hinter die Investmentkultur des Hauses“, begründet Morningstar-Fondsanalyst Thomas Lancereau die Entscheidung. 

2. Schwache Einzeltitelauswahl

Und die hohe Fluktuation ist noch nicht alles. Auch die Leistungen des verbliebenen Teams überzeugen den Fondsanalysten nicht. Edouard Carmignac und Rose Ouahba, die die beiden Fonds verantworten, seien zwar sehr erfahrene Manager, gibt Lancereau zu. Doch ihr Team habe sich bei der Einzeltitelauswahl nicht gerade von seiner besten Seite gezeigt. „Hinsichtlich der Bottom-up-Wertpapierselektion gibt es bessere Alternativen am Markt als die beiden Carmignac Fonds“, schreibt Lancereau.

3. Fehlgriffe bei Investment-Themen

„Die Stärken des Teams liegen heute eher in der Makroanalyse und der Identifizierung von Top-down getriebenen Investmentthemen“, so Lancereau weiter. Doch auch hier seien die Carmignac-Manager in den vergangenen fünf Jahren nicht sonderlich erfolgreich gewesen, erklärt der Morningstar-Experte und verweist auf die Übergewichtung der Schwellenländern sowie die Fehlgriffe mit den Rohstoff-Investments.