BU-Versicherung: "Abschlüsse scheitern oft am Preis"

Die Teilnehmer des BU-Roundtables von links nach rechts: Frank Schülke, Direktionsbeauftragter Volkswohl Bund, Christoph Laarmann, verantwortlicher Aktuar Barmenia Versicherung, Michael Franke, Geschäftsführer Franke und Bornberg, Klaus L. Helm, Mitarbeiter Training & Support Stuttgarter Versicherung und Carsten Tombers, Produktmanager Allianz Leben. Alle Fotos im Artikel: Manfred Kötter

Die Teilnehmer des BU-Roundtables von links nach rechts: Frank Schülke, Direktionsbeauftragter Volkswohl Bund, Christoph Laarmann, verantwortlicher Aktuar Barmenia Versicherung, Michael Franke, Geschäftsführer Franke und Bornberg, Klaus L. Helm, Mitarbeiter Training & Support Stuttgarter Versicherung und Carsten Tombers, Produktmanager Allianz Leben. Alle Fotos im Artikel: Manfred Kötter

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DAS INVESTMENT.com: Eine BU braucht heute fast jeder. Vermittler sehen hier schon seit Jahren das größte Geschäftspotenzial für sich. Trotzdem haben zwei Drittel der Erwerbstätigen noch keine BU. Wie will die Branche das Potenzial heben?

Frank Schülke:
Das Interesse der Bevölkerung ist ja durchaus da für diese Policen. Scheitern tut ein Abschluss häufig am Preis. Ich glaube, dass mehr Flexibilität in der Produktlandschaft her muss. Wir müssen stärker mit günstigen Einstiegsprämien arbeiten bei gleichzeitig hohem Niveau in Bezug auf die Produktqualität. Das wäre einer der Wege, die gegangen werden können.

Christoph Laarmann (Foto): Auf einem so schlechten Weg sind wir als Branche bei dem Thema nicht. Es gibt zumindest kaum ein Unternehmen, das keine irgendwie geartete Biometrie-Offensive fährt. En vogue ist das Thema sowohl bei den Kunden als auch bei den Vermittlern. Die Neugeschäftszahlen waren gut in den vergangenen Jahren. Unser Haus hat Neugeschäft und Bestand bei den BU-Deckungen besonders deutlich steigern können.

Michael Franke: Die Neugeschäftszahlen sind bei einzelnen Unternehmen gut. Wenn man sich den Gesamtbestand der Verträge aller Versicherer anschaut, stagniert der Markt aber seit einigen Jahren bestenfalls. Wir liegen seit Jahren bei etwas über 16 Millionen BU-Verträgen – und dem stehen rund 41 Millionen Erwerbstätige gegenüber. Das ist eine Quote, die nicht befriedigend sein kann. Es gibt gute Einsteigertarife, aber bei Menschen, die schon länger arbeiten und keine lupenreine Gesundheit mehr haben, gibt es Probleme. Da muss man über Alternativen zur BU sprechen.