Bundesbank-Daten Deutsche Sparer haben in den vergangenen 48 Jahren größtenteils Geld verloren

Bundesbank-Präsident Jens Weidmann | © Getty Images

Bundesbank-Präsident Jens Weidmann Foto: Getty Images

In aller Regel wird die übergroße Sensibilität der Deutschen beim Thema Inflation psychologisch erklärt: Es geht um die Erinnerungen an die Hyperinflation Anfang des 20. Jahrhunderts. Doch das ist nicht alles.

Wenn man sich die historischen Realzinsen anschaut - also was man auf seine Ersparnisse bekommt, bereinigt um die tatsächliche Inflationsrate -, dann wird klarer, warum die Deutschen besorgt sein dürften.

Seit September 1968, als die entsprechende Datenreihe der Bundesbank begann, waren die Realzinsen in Deutschland in 309 Monaten negativ, in 209 Monaten positiv und in 58 Monaten lagen sie bei null. In anderen Worten: Deutsche Sparer haben in den vergangenen 48 Jahren größtenteils Geld verloren.

Der durchschnittliche reale Zinssatz über den gesamten Zeitraum hinweg war in der Tat negativ - er lag bei minus 0,16 Prozent.