Bundesbank-Gold in Deutschland Warum holt man nicht alles Gold nach Frankfurt?

Gold zu Anfassen: Im Geldmuseum der Bundesbank können Besucher einen echten Goldbarren in die Hand nehmen | © Deutsche Bundesbank

Gold zu Anfassen: Im Geldmuseum der Bundesbank können Besucher einen echten Goldbarren in die Hand nehmen Foto: Deutsche Bundesbank

Was soll das alles überhaupt?

Als der Goldpreis im Herbst 2012 ein neues Rekordhoch erklomm, forderten Goldfreunde und Verschwörungstheoretiker zunehmend, dass die Bundesbank ihr Reservegold nach Deutschland holt. Sie hatten schlicht Angst, dass das Gold nicht mehr da ist oder die Ausländer es einkassieren, sobald es Konflikte gibt. Prominentes Beispiel ist der damalige CSU-Abgeordnete Peter Gauweiler, der sich für den Umzug des Goldes stark machte. Und noch heute trommelt die Initiative „Holt unser Gold heim!“ dafür, auch die Restbestände nach Frankfurt zu holen.

Was kostete die Heimhol-Aktion?

7,7 Millionen Euro.

Wie wurde das Gold transportiert?

Das sagt die Bundesbank nicht. Als wahrscheinlich gelten aber Frachtflugzeuge.

Woher kommt das Gold?

Die Deutschen exportieren seit Jahrzehnten mehr als sie importieren. In den Jahren 1951 bis 1968 ließ sich die Bank deutscher Länder, die Vorgängerin der Bundesbank, die Exportüberschüsse zum Teil in Gold auszahlen. 1968 erreichten die Goldreserven ihren Höchststand: rund 4.034 Tonnen.