Bundesfinanzministerium Bund will Commerzbank-Anteile offenbar doch nicht an BNP Paribas verkaufen

Commerzbank-Zentrale in Frankfurt am Main. Laut einer Sprecherin des Finanzministeriums will der Bund seine Commerzbank-Beteiligung offenbar nicht zeitnah loswerden. | © Getty Images

Commerzbank-Zentrale in Frankfurt am Main. Laut einer Sprecherin des Finanzministeriums will der Bund seine Commerzbank-Beteiligung offenbar nicht zeitnah loswerden. Foto: Getty Images

Beim Verkauf seiner Anteile an der Commerzbank stehe der Bund nicht unter Zeitdruck. Das sagte eine Sprecherin des Bundesfinanzministeriums auf Nachfrage gegenüber dem Handelsblatt. Ein baldiger Verkauf seiner 15-prozentigen Commerzbank-Beteiligung an die französische BNP Paribas steht für den Bund demnach offenbar nicht zur Debatte.

Zuvor waren in der Branche entsprechende Gerüchte kursiert. Auch der französische Regierungssprecher Christophe Castaner hatte sich dazu geäußert: Er begrüße ein mögliches Interesse von BNP Paribas an der Commerzbank, zitiert ihn das Handelsblatt.

Wenn der Bund seine Commerzbank-Anteile zum jetzigen Zeitpunkt verkaufen würde, würde er einen Verlust realisieren: Aktuell liegt der Börsenkurs der Aktie bei etwa 11,60 Euro. Gekauft hatte der Bund die Anteile laut Handelsblatt während der Finanzkrise für rund 26 Euro pro Stück. Derzeit ist die Beteiligung des Bundes insgesamt rund 2,1 Milliarden Euro wert.