Bundestagswahl 2009: Was die Parteien für die Altersvorsorge planen - Teil 2

Foto: Fotolia

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FDP: Kapitaldeckung stärken, Riester-Rente für alle

Die FDP will die Vorsorge stärker in Richtung kapitalgedeckte Vorsorge ausbauen.  In der betrieblichen Altersvorsorge (bAV) etwa sollen Mitarbeiter Gewinnbeteiligungen abgabenfrei in den Vertrag einzahlen können. Die Portabilität der bAV-Verträge, also die Mitnahmemöglichkeit zum nächsten Arbeitgeber, soll verbessert werden. Die Riester-Rente soll künftig für alle, auch für Selbstständige, zugänglich sein. Zudem sollen Riester- und Rürup-Renten einen vollen Schutz gegen Erwerbsminderung enthalten können. Auch die FDP will dem Staat den Zugriff auf bereits angespartes Altersvorsorgevermögen erschweren – auch in der Auszahlphase. Das Schonvermögen für private und betriebliche Altersvorsorge (einschließlich Riester- und Rürup-Rente) soll sich auf 750 Euro pro Lebensjahr verdreifachen. Hinzu kommt ein Freibetrag von 250 Euro pro Lebensjahr für sonstiges Vermögen. Veräußerungswinne aus Anlagen für die Altersvorsorge sollen steuerfrei bleiben. Zudem plädiert die FDP dafür, dass 100 Euro monatlich aus der privaten oder betrieblichen Vorsorge nicht auf die Grundsicherung im Alter angerechnet wird. Darüber hinausgehende Zahlungen sollen zu 60 Prozent angerechnet werden. Damit würde sich auch eine Vorsorge für diejenigen lohnen, die bereits absehen können, dass sie im Alter auf die Grundsicherung angewiesen sind. Die FDP fordert mehr Freiheit beim Renteneintritt. Jeder soll die Möglichkeit haben, bereits ab dem 60. Lebensjahr in Rente zu gehen, vorausgesetzt sein Einkommen aus gesetzlicher, betrieblicher und privater Rente übersteigt die Grundsicherung.  Zuverdienstgrenzen für Rentner sollen entfallen. Die Rentensysteme Ost und West will die FDP angleichen. Lesen Sie auf der nächsten Seite die Vorhaben von Bündnis 90/Die Grünen.