BusinessGeek-Gründer im Interview „Wir möchten Unternehmern helfen, den perfekten Berater zu finden“

Leandro Diels und Daniela Klassen, Geschäftsführer von BusinessGeek

Leandro Diels und Daniela Klassen, Geschäftsführer von BusinessGeek

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DAS INVESTMENT: Welche Art Business-Experten vermitteln Sie an wen?

Daniela Klassen: Wir haben verschiedene Projektkategorien, darunter auch Finanzplanung. Wir möchten den Unternehmern helfen, an den perfekten Berater zu kommen. Es können ja unterschiedliche Gründe und Bedürfnisse in einem Unternehmen bestehen, warum ein Experte benötigt wird. Unsere Plattform verbindet den Bedarf mit dem passenden Experten. Wir decken dabei den kompletten kaufmännischen Bereich ab, das geht über Marketing-Strategien, Projektmanagement, Gründer-Coaching bis hin zur Finanzplanung.

Wie funktioniert das?

Klassen: Sie suchen als Unternehmen den passenden Experten, indem Sie Ihre Anforderungen auf unserer Plattform ausschreiben. Die Ausschreibung wird in unsere Projektliste aufgenommen und die Experten können diese dann einsehen und die Projektkategorien herausfiltern, die auf sie zutreffen, zum Beispiel „Finanzplanung“. Haben sie ein passendes Gesuch gefunden, können sie darauf ihr Angebot abgeben.

Es gibt bereits eine Reihe von Plattformen, auf denen sich Berater darstellen und auch von Kunden bewertet werden. Was machen Sie anders?

Klassen: Wir haben den Prozess umgekehrt. Aktuell muss das Unternehmen selbst aktiv auf die Suche gehen nach einem passenden Experten, zum Beispiel auf Beraterbörsen oder anderen Plattformen. Dort erkennen sie dann wiederum nicht, ob das genau der passende Berater für sie, ihren Bedarf und ihr Budget ist. Sie sehen vielleicht den Umkreis und die Branche, aber das ist nur eine grobe Annäherung. Wir hingegen erschließen darüber hinaus ganz neue Bereiche von Experten für Unternehmen, denn wir haben zum Beispiel auch Studenten auf der Plattform. Unternehmen haben bei BusinessGeek den direkten Angebotsfaktor. Sie stellen ihr Gesuch ein, prüfen die eingehenden Angebote und suchen sich dann bequem den passenden Experten für Ihren Bedarf aus.

Was sind Beispiele für Projekte im Bereich Finanzplanung, die über ihr Start-up bereits vermittelt wurden?

Leandro Diels: Nachfolgeregelungen in einem Unternehmen oder auch ein Sanierungskonzept nach IDW-Standard kommen häufiger vor. Die Expertise suchenden sind nicht nur kleinere Unternehmen, es können auch Einzelpersonen, Agenturen oder größere Unternehmen sein. Wir konzentrieren uns auf die KMUs, aber es können auch größere Unternehmen sein, die ihre Projekte und Prozesse outsourcen. Zum Beispiel, indem sie das Marketing oder Vertriebswege ausgliedern.

Warum der Name BusinessGeek? Was ein Geek ist, muss hierzulande doch erklärt werden, oder?

Diels: Umgangssprachlich ist ein Geek ein Streber. Der Name bleibt im Gedächtnis, passt thematisch zu uns, denn wir bieten Business-Experten an. Ein Geek ist im positiven Sinne ein Fachidiot, im amerikanischen Englisch kann man auch Nerd sagen. Das sind keine abwertenden Bezeichnungen oder Schimpfworte mehr. Spätestens seit dem Erfolg der Serie „Big Bang Theory“ (Anm. der Red.: weltweit eine der erfolgreichsten US-Comedyserien um eine Gruppe von Nachwuchswissenschaftlern, derzeit in der neunten Staffel) sind Nerds und Geeks cool. Der Begriff BusinessGeek trifft den Zahn der Zeit, eine weitere „Beraterbörse“ wäre nur eine von Tausend, BusinessGeek bleibt dagegen hängen.