Datensicherheit Verbraucher zeigen Misstrauen gegenüber Fintechs

Datensicherheit: Verbraucher zeigen Misstrauen gegenüber Fintechs | © negativespace.co

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Christian Kroll, Leiter Financial Services bei Capgemini Consulting DACH

„Geht es um Geld und Daten, vertrauen Verbraucher den Banken mit wenig Wenn und Aber“, kommentiert Christian Kroll von der Management- und IT-Beratung Capgemini die Ergebnisse einer aktuellen Umfrage unter Verbrauchern in acht Ländern zu ihren Ansichten über Datenschutz und IT-Sicherheit in der Finanzdienstleistungsbranche.11 Prozent der insgesamt 7.600 Befragten kommen aus Deutschland.

Demnach genießt keine Branche mehr Verbrauchervertrauen in Sachen Datensicherheit als die der Banken und Versicherer: 84 Prozent der Deutschen glauben ihre Daten bei Banken und Versicherungen in sicheren Händen. Zum Vergleich: Bei Anbietern im Bereich E-Commerce sind es nur 20 Prozent und nur 16 Prozent bei Telekommunikationsfirmen. Als am wenigsten vertrauenswürdig gelten jedoch Fintechs mit 5 Prozent.

Wechselstimmung nach Datenleck

Für die jungen Start-ups, die auch hierzulande mit ihren Online-Angeboten um Kunden werben, dürfte das geringe Vertrauen ein Problem darstellen. Denn die Mehrheit der Verbraucher (65 Prozent) macht die Wahl des Finanzdienstleisters vom Vertrauen in Datenschutz und –sicherheit abhängig. Dieses Vertrauen scheinen die Verbraucher den traditionellen Banken und Versicherern ohne Bedenken entgegenzubringen.

Dieses Vertrauen gilt es für die Finanzbranche zu festigen: Kommt es zum Datenleck, wollen hierzulande 83 Prozent wechseln. Damit sind deutsche Kunden sensibler als der internationale Durchschnitt von 74 Prozent. Und auch diejenigen Kunden, die ihrem Anbieter trotz einer Panne beim Thema Datensicherheit die Treue halten, werden zurückhaltender bei zukünftigen Investitionen, stellt der Capgemini-Report fest.