China und SRI „Wir spüren den Wind des Wandels“

Großer Panda: Das Aussterben der Bären zu verhindern, gehört zu Chinas bekanntesten Umweltvorhaben. | © Getty Images

Großer Panda: Das Aussterben der Bären zu verhindern, gehört zu Chinas bekanntesten Umweltvorhaben. Foto: Getty Images

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In China hat eine lebhafte Governance-Debatte begonnen, und endlich ist der „wind of change“ zu spüren. Die Veränderungen selbst dürften langsam, aber stetig verlaufen. Die Regierung ist im Hinblick auf Ökologisches, Soziales und die Unternehmensführung (ESG) aufmerksamer geworden, insbesondere im Bereich von Umweltfragen. Aber die Offenlegung bleibt eine Herausforderung und es gibt den Wunsch zu verstehen, wie ausländische Investoren die offengelegten Daten verwenden würden. Der aktuelle Governance-Kodex wird von der China Securities Regulatory Commission (CSRC) derzeit überarbeitet. Ob daraus eine Vorschrift oder eine normative Maßnahme wird, bleibt abzuwarten, aber im Idealfall wird sie zu einer breiteren Reform führen, die von einer „Mindeststandard“-Mentalität abrückt.

Verbesserung der Corporate Governance

Die Corporate Governance hat sich seit den Anfängen der chinesischen Börse in den 1990er Jahren verbessert. Sie wurde sowohl hinsichtlich der rechtlichen als auch der regulatorischen Rahmenbedingungen im Einklang mit den zunehmend offeneren Märkten modernisiert. Insgesamt tendieren chinesische Corporate-Governance-Werte (wie von Unternehmen im MSCI China Index repräsentiert) um den durchschnittlichen globalen Wert (siehe Abbildung). MSCI hat in seinem Corporate-Governance-Bericht 2017 hervorgehoben, dass sich  Bedenken vor allem auf Vergütungs- und Vorstandsangelegenheiten beziehen.