Comeback eines Klassikers Wie Jamie Horvat den M&G Global Basics Fund zurück in die Spur gebracht hat

Jamie Horvat, Fondsmanager des M&G Global Basics

Jamie Horvat, Fondsmanager des M&G Global Basics

Mit einem Aktienfonds fing vor über 80 Jahren bei M&G alles an (siehe Grafik). Heute ist das britische Investmenthaus im Heimatland vor allem für seine Anleihenexpertise bekannt. In Deutschland spielen aber auch die Aktienfonds der Gesellschaft eine wichtige Rolle im Vertrieb. Insgesamt bietet M&G 19 Aktienfonds hierzulande an, mit Schwerpunkten auf unterschiedlichen Regionen und Anlagestilen.

Ein Klassiker im Aktienbereich ist der M&G Global Basics Fund. Graham French hatte im Jahr 2000 die globale Strategie für den Fonds entwickelt und viele Jahre sehr erfolgreich umgesetzt. Mehrere Milliarden Euro flossen in den Fonds. Mit der Finanzkrise und dem Einbruch an den Rohstoffmärkten wurde das Umfeld für Frenchs Ansatz schwieriger. Die Fondsperformanceblieb teilweise hinter den Erwartungen der renditeverwöhnten Anleger zurück.

Damit ist jetzt Schluss. Im Dezember 2015 hat Jamie Horvat den Fonds übernommen und ihn zurück auf Erfolgskurs gebracht. Seit Übernahme bis Ende September hat der neue Fondsmanager sowohl die Benchmark, den FTSE Global Basics Composite Index, als auch den MSCI AC World hinter sich gelassen. Der Fonds rangiert wieder im obersten Quartil seiner Vergleichsgruppe. In den ersten neun Monaten des Jahres hat er ein Plus von9 Prozent erzielt.

Nach Übernahme des Fondsmanagements hat Horvat als Erstes das bestehende Portfolio unter die Lupe genommen, sowohl aus Top-down-Sicht als auch mit Blick auf die einzelnen Positionen. Besonderer Fokus lag dabei auf Risiko und Liquidität.

Einige Titel, bei denen das Risiko im Verhältnis zu den potenziellen Erträgen seiner Ansicht nach zu hoch war, flogen aus dem Portfolio. Andere Positionen hat er reduziert.

Grundphilosophie bleibt erhalten

Insgesamt hat er die Cash-Quote erst einmal erhöht, vor allem als Reaktion auf die Turbulenzen zu Anfang des Jahres 2016. Horvat sah damals eine ganze Reihe an Herausforderungen für die globalen Aktienmärkte: Chinas Wirtschaftsschwäche, niedrige Ölpreise oder das Brexit-Votum. Zu den Barmitteln gesellte er einige Edelmetallaktien, was sich im Laufe des Jahresauszahlte.

Trotz einiger Umstellungen: Die Grundphilosophie des Fonds hat Horvat beibehalten. Er identifiziert die strukturellen Veränderungen in einer Volkswirtschaft und findet Unternehmen, die diese am besten ausnutzen. Durch diesen Ansatz entwickeln sich der Fonds und seine Schwerpunkte kontinuierlich weiter, im Gleichklang mit dem Wandel in der Welt.