Comstage-Verkauf ETF-Sparte der Commerzbank soll an Société Générale gehen

Commerzbank-Zentrale in Frankfurt am Main. Der Käufer der Commerzbanktochter EMC, die unter anderem die ETF-Sparte des Hauses enthält, steht offenbar fest.  | © Commerzbank AG

Commerzbank-Zentrale in Frankfurt am Main. Der Käufer der Commerzbanktochter EMC, die unter anderem die ETF-Sparte des Hauses enthält, steht offenbar fest. Foto: Commerzbank AG

Beim Verkauf der ETF-Tochter der Commerzbank, EMC, waren zuletzt nur noch zwei Bieter im Rennen: Goldman Sachs und Société Générale. Ende Februar hatte die Wirtschaftsnachrichtenagentur Bloomberg berichtet, dass beide Bieter je ein Angebot abgegeben hätten.

Jetzt ist das Rennen offenbar entschieden. Gewinner soll die Société Générale sein, berichtet das Handelsblatt und beruft sich auf Insider-Informationen.  Dem Bericht zufolge habe die französische Großbank ein höheres Angebot abgegeben als ihre US-Konkurrenz. Commerzbank und die auch als SocGen bekannte Bank verhandelten mittlerweile exklusiv miteinander. Bis der Verkauf von EMC perfekt ist, könnten allerdings noch einige Wochen vergehen, heißt es weiter.

Mit dem Kauf von EMC – die Abkürzung steht für „Equity Markets & Commodities“ – geht auch die ETF-Marke Comstage an den neuen Eigentümer über. Unter der Marke Comstage verwaltet die Commerzbank ETFs mit einem Volumen von rund acht Milliarden Euro.

Die Société Générale ist über ihre Unternehmenstochter Lyxor Asset Management momentan der drittgrößte ETF-Anbieter in Europa. Knapp 71 Milliarden Euro verwaltet das Unternehmen laut Angaben von Morningstar in börsengehandelten Indexfonds, Markenname: Lyxor.

Mit der Übernahme der Comstage-ETFs könnte Lyxor dem zweitgrößten ETF-Anbieter in Europa den Platz streitig machen, der DWS. Der Deutsche-Bank-Ableger verwaltet in seiner XTrackers-Sparte rund 73 Milliarden Euro. Einsamer Spitzenreiter im europäischen ETF-Segment bleibt auch weiterhin Blackrock. Das US-Fondshaus managt in seiner ETF-Sparte Ishares europaweit rund 308 Milliarden Euro.