Das Goldene Dutzend: Goldene Schallplatte für Silbermond

Andreas Rühl, Lignum Edelholz Investitionen

Andreas Rühl, Lignum Edelholz Investitionen

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DAS INVESTMENT.com: Haben Sie eine persönliche Erinnerung an Ihre erste Begegnung mit Gold?

Andreas Rühl: Als kleiner Junge. Damals habe ich regelmäßig von meinen Großeltern kleine Goldmünzen zu Weihnachten erhalten. Und als Vermögensverwalter haben wir uns mit der Anlageklasse immer beschäftigt und 2001 angefangen zu investieren. Ab 2002 haben wir das dann auch physisch für unsere Mandanten abgewickelt.

DAS INVESTMENT.com: Und wann haben Sie das erste Mal ein Investment in Gold schätzen gelernt?

Rühl: 2001, als ich die Notwendigkeit der Sachwertorientierung für Mandanten-Vermögen erkannt habe.

DAS INVESTMENT.com: Gilt Gold heute immer noch uneingeschränkt als Krisenwährung?

Rühl: Uneingeschränkt ja. Der andauernde Anstieg macht das überdeutlich.

DAS INVESTMENT.com: Glauben Sie, dass ältere Investoren aus der unmittelbaren Nachkriegsgeneration heute noch ein anderes Verhältnis zu Gold haben, als die derzeitige Generation von Investmentbankern?

Rühl: Das habe ich in persönlichen Gesprächen immer wieder bestätigt bekommen. Wer sich an die damaligen Finanz-System-Erneuerungen erinnern kann, hat einen unschätzbaren Vorsprung in der Lebenserfahrung. Wer so etwas nicht erlebt hat, verdrängt es eher beziehungsweise stempelt es - viel zu schnell - als unvorstellbar ab.

DAS INVESTMENT.com: Was müsste passieren, damit der Goldpreis einbricht?

Rühl: Das passiert, sobald wir einen klassischen Preishype erleben. Wenn Gold also sehr schnelle und sehr starke Anstiege erfährt. Nach oben schießende Kerzen, wie beispielsweise 1979 und 1980 bei Gold, 1989 und 1990 beim Nikkei, 1999 und 2000 beim Nasdaq-Index. Wahrscheinlich erleben wir kurz vorher Preissprünge und –anstiege von 50 Dollar pro Unze und mehr am Tag.

DAS INVESTMENT.com: Rechnen Sie mit massiven Goldverkäufen von Zentralbanken?

Rühl: Nein.

DAS INVESTMENT.com: Wo steht der Goldpreis in 12 Monaten und in 5 Jahren?

Rühl: Das ist nicht seriös prognostizierbar. Wir sind heute auf jeden viel Fall näher am Ende des sekundären Zyklus als am Anfang.