Deka-Manager Mario Adorf: „Für einen globalen Aktienfonds sind 20 bis 30 Prozent Schwellenländer angemessen“

Mario Adorf, Deka

Mario Adorf, Deka

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DAS INVESTMENT.com: Am Samstag kehrt für Fußballfans der Alltag zurück, doch das scheint nach den Ereignissen der vergangenen Woche gar nicht so leicht. Blicken Sie nach dem Freitod von Nationaltorwart Robert Enke mit anderen Augen auf die Bundesliga als vorher?

Mario Adorf: So tragisch der Fall ist, dies ist nicht allein charakteristisch für den Bereich Fußball. Leistungsdruck und Versagensängste sind nicht nur im Profisport besonders hoch, das gibt es in vielen Lebensbereichen. Auch der Umgang damit und die Tabuisierung mancher Folgeerscheinungen wie Depressionen sind in erster Linie ein gesellschaftliches Problem.

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DAS INVESTMENT.com: Wie groß der Druck in der Bundesliga ist, lässt sich aktuell einmal mehr beim FC Bayern beobachten. Ihr Lieblingsclub Mainz 05 gilt dagegen vielerorts immer noch als eine Art Karnevalsverein, dessen Akteuren es in erster Linie darauf ankommt, Spaß zu haben.

Adorf: Das mag nach außen hin manchmal so erscheinen, aber natürlich hat die Leistungsorientierung in den vergangenen Jahren enorm zugenommen. Das beste Beispiel dafür ist sicher die Entscheidung, eine Woche vor Saisonbeginn noch einmal den Trainer zu wechseln.

DAS INVESTMENT.com: Offenbar eine richtige Entscheidung, wenn man die Tabelle betrachtet. Hätten Sie erwartet, dass Mainz nach einem Drittel der Saison vor Bayern, Stuttgart und Dortmund steht?

Adorf: Nein, ganz und gar nicht. Vor allem die Art und Weise, wie manche Siege herausgespielt wurden, hat mich überrascht. Das war allererste Sahne, und ich hoffe natürlich, dass es noch ein bisschen so weitergeht.

DAS INVESTMENT.com: Sie selbst spielen in der Fondsliga ebenfalls ganz oben mit, der Deka Global Champions belegt derzeit Rang 4 und ist damit der beste global orientierte Aktienfonds im Wettbewerb.

Adorf: Auch das freut mich, obwohl eine solche Platzierung nach nur drei Monaten natürlich wenig aussagekräftig ist. Uns kommt es darauf an, dass der Deka Global Champions in seiner Vergleichsgruppe über einen längeren Zeitraum hinweg kontinuierlich gute Ergebnisse erzielt. Bisher haben wir das geschafft, und die Voraussetzungen dafür sind auch weiterhin günstig.