Der C-Böller Wie groß ist der Risikofaktor China?

Neujahrsfest in China: Die schnell zunehmende Zahl an Vermögenden entwickelt sich zum Motor für nachhaltiges Wachstum im Reich der Mitte. Foto: Getty Images

Neujahrsfest in China: Die schnell zunehmende Zahl an Vermögenden entwickelt sich zum Motor für nachhaltiges Wachstum im Reich der Mitte. Foto: Getty Images

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Erst wertet der Yuan ab, dann brechen chinesische Aktien ein, schließlich sorgt der missglückte Einsatz eines neu eingeführten Stopp-loss-Mechanismus an den Börsen zu Jahresbeginn für chaotische Verhältnisse. Und das alles zu einer Zeit, in der China das niedrigste Wirtschaftswachstum seit 1990 verzeichnet. Kein Wunder, dass so manch ein Analyst bereits den bevorstehenden Zusammenbruch der zweitgrößten Volkswirtschaft der Welt vorhersagt – mit unabsehbaren Folgen für die übrigen Finanzmärkte.

Mit Blick auf die an den weltweiten Börsen inzwischen entstandenen Verluste ist diese Lesart nachvollziehbar: So büßten Microsoft-Urgestein Bill Gates, Amazon-Chef Jeff Bezos, Zara-Gründer Amancio Ortega, Telefon-König Carlos Slim und Investoren-Legende Warren Buffett zusammen 8,7 Milliarden US-Dollar ein – allein am ersten Handelstag des Jahres. Weltweit wurden seit Beginn der Abwertung des Yuan im vergangenen Sommer insgesamt sogar rund 5 Billionen Dollar an Marktwert vernichtet.