Investec All China Equity Fund China: Fünf Investmentthesen zum „Jahr des Hundes“

Investec All China Equity Fund: China: Fünf Investmentthesen zum „Jahr des Hundes“

1) Wachsende Führungsrolle im Umweltbereich Im September 2017 trafen wir uns mit chinesischen Aufsichtsbehörden und Börsen, inländischen institutionellen Investoren, börsennotierten Unternehmen, Wirtschaftsverbänden und Corporate-Governance-Experten. Wir stellten fest, dass in China eine lebhafte Governance-Debatte im Gange ist, wobei auch die Börsen ihren Governance-Ansatz weiterentwickeln. Beträchtliche politische Anstrengungen sind im Bereich der Umweltfragen zu verzeichnen, wie z.B. die grüne Finanzagenda und der Fünfjahresplan für die wirtschaftliche und soziale Entwicklung. Diese Trends dürften sich aus unserer Sicht noch beschleunigen.

2) Aufstieg zur technologischen Supermacht Die fast fieberhaften Aktivitäten, die mit Chinas Aufstieg zur Tech-Supermacht verbunden sind, dürften auch im Jahr des Hundes andauern. Der E-Commerce in China ist bereits heute etwa doppelt so gross wie in den USA, wobei China mit Abstand der grösste globale Markt ist. Mobile Zahlungen in China sind elfmal so hoch wie in den USA. Didi Chuxing (China's Uber) ist sogar fünf- bis sechsmal so gross wie Uber in seinem Heimatmarkt USA, dies angesichts der enormen Grösse des chinesischen Binnenmarktes.

3) Schrittweise Liberalisierung der chinesischen Kapitalmärkte Am 20. Juni 2017 gab MSCI bekannt, dass mit Wirkung per Juni 2018 222 hochkapitalisierte chinesische A-Aktien in einem zweistufigen Prozess in die Indizes MSCI Emerging Market und ACWI eingebunden werden. Zudem spiegelt dieser Schritt auch die bedeutenden Fortschritte, die die chinesischen Behörden bei der Öffnung der Märkte für ausländische Investoren erzielt haben. Allerdings ist das Vorhaben von MSCI insofern zu relativieren, als die Auswirkungen auf die Indizes aufgrund der stufenweisen Einbindung zu Beginn gering sein dürften. Wir gehen daher davon aus, dass damit die Korrelationen mit anderen globalen Aktienmärkten zunehmen werden.

4) Renminbi als Reservewährung Die chinesischen Behörden arbeiten hart daran, sowohl die Schulden- als auch die Aktienmärkte zu liberalisieren. Am 15. Januar 2018 kündigte die deutsche Zentralbank an, die chinesische Währung in ihren Reservewährungskorb aufzunehmen. Die Europäische Zentralbank hat daraufhin ihre US-Dollar-Reserven im Wert von 500 Millionen Euro in Yuan umgeschichtet. Dies untermauert die Bedeutung Chinas als globales Handels-Powerhaus sowie wie die harte Arbeit, die in China geleistet wird, um den Ruf des Renminbi wiederherzustellen und zu einer wichtigen Weltwährung zu machen.

5) Gebremstes chinesisches Schuldenwachstum Mit Blick auf Chinas Schuldenberg, beginnt das Jahr des Hundes aber nicht sorgenfrei. Doch auch diesbezüglich gibt es aus unserer Sicht Anlass zu Optimismus. Die Märkte werden anhand von drei Variablen bewertet: der «Absoluten», der «Veränderung» und der «Veränderungsrate». Was die chinesische Verschuldung betrifft, so wirken sich die ersten beiden Werte negativ auf die Bewertung chinesischer Vermögenswerte aus. Die Verschuldung in China ist absolut gesehen hoch und steigt weiter an (Veränderung). Allerdings verlangsamt sich die Wachstumsrate deutlich. Mit anderen Worten, die Veränderungsrate dreht sich zum Positiven. Dies unterstützt aus unserer Sicht die Marktstimmung.